Dass Piloten nach Alkoholkonsum noch ins Cockpit wollen, kommt immer mal wieder vor: Mit zwei Flaschen Wein und einem Pitcher Bier intus wurde etwa ein Pilot aus Japan gerade noch rechtzeitig gestoppt, bei United waren gleich beide Piloten eines Fluges alkoholisiert, und American Airlines kündigte nach einem Alkohol-Skandal härtere Strafen an.

Die soll es auch nach dieser heftigen Serie bei der indischen Billig-Airline Spicejet geben: An den Airports Mumbai und Delhi wurden zwischen dem 29. November und dem 2. Dezember fünf Preflight-Stichproben durchgeführt. Und bei drei Piloten sowie einer Co-Pilotin waren die Alkoholtests positiv. 

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Vier betrunkene Piloten wollen noch ins Cockpit

Die vier Piloten wollten jeweils ins Cockpit einer Boeing 737 mit einer Kapazität von 85 bis 125 Passagieren und diese zu unterschiedlichen Zielen in Indien fliegen. Sie wurden umgehend vom Dienst suspendiert, teilte ein Spicejet-Sprecher gegenüber der „Hindustan Times“ mit. 

„Besatzungsmitglieder müssen vor dem Flug einen obligatorischen Atemanalysetest absolvieren“, so der Sprecher der indischen Billigfluggesellschaft. „Spicejet hat eine Null-Toleranz-Politik für Piloten, die unter Alkoholeinfluss fliegen.“ Aber: Die Airline konnte nicht bestätigen, dass die vier Piloten erstmals gegen die Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) verstoßen haben.

Airline will betrunkene Piloten härter bestrafen

Demnach gelten folgende Regeln: Eine dreimonatige Suspendierung erwartet ein Crew-Mitglied, wenn es zum ersten Mal positiv auf Alkohol getestet wird. Beim zweiten Mal droht eine dreijährige Sperre, beim dritten Mal ist die Pilotenlizenz futsch.

Diese Strafen reichen der indischen Billig-Airline offenbar nach dem Alkohol-Skandal nicht. Sie kündigte an, noch härter gegen alkoholisierte Piloten und Crew-Mitglieder vorgehen zu wollen. Was genau die Airline plant, ist aber noch nicht klar.