Cottbus: 10 Orte, die du unbedingt gesehen haben musst

Cottbus: 10 Orte, die du unbedingt gesehen haben musst

Beim Besuch in Cottbus pendelst du zwischen zwei Welten, der Stadtpromenade mit grau-weißen Plattenbauten und der Altstadt mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Spremberger Turm. Und beim Filmfest trifft sich Osteuropa in der Lausitz.

Christopher Braemer
Gerberhäuser entlang der Uferstraße in Cottbus.
Ein Hingucker in Cottbus: Gerberhäuser entlang der Uferstraße.

Foto: Christopher Braemer

1. Elektrizitätswerk

Wo früher mit Wasserenergie Strom für die Straßenbahn produziert wurde, befinden sich heute Ingenieurbüros und Wohnungen. Das Gebäude in Cottbus strahlt bis heute Industriefeeling pur aus.

Für die richtige Perspektive musst du ein bisschen tricksen, du kannst zum Beispiel dein Smartphone auf das Kopfsteinpflaster der Mühlenstraße legen.

Elektrizitätswerk Cottbus | Adresse: Am Spreeufer 1, Cottbus

Das Elektrizitätswerk in Cottbus.
Das Elektrizitätswerk in Cottbus. Foto: Christopher Braemer

2. Wilhelmsmühle

Es war die Mühle mit der größten Power in der Stadt, in dem Baudenkmal wurden Mehl und Pflanzenöl produziert. Vorbild zum Bau der Mühle im Backsteinwerk war das Nachbargebäude, das Elektrizitätswerk.

Wilhelmsmühle Cottbus | Adresse: Uferstraße 1, Cottbus

Nach dem Vorbild des Elektrizitätswerkes gebaut: die Wilhelmsmühle.
Nach dem Vorbild des Elektrizitätswerkes gebaut: die Wilhelmsmühle. Foto: Christopher Braemer

3. Branitzer Park

Der weitläufige Park ist ein Lieblingsort und einem Fürsten namens Pückler zu verdanken. Das Wahrzeichen ist das Schloss Branitz mit prunkvollem Inneren, das ein bisschen an den Winterpalast im russischen Puschkin bei St. Petersburg erinnert.

Sehenswert ist auch die Schlangenbrücke und die zwei Pyramiden im Wasser und auf dem Land. Unter der im Wasser liegt der Fürst höchstpersönlich. Besonders das Gartenfestival im Mai ist einen Besuch wert. Schirrmherrin ist Elke Gräfin von Pückler, die Frau des Urgroßneffen vom Fürsten.

Vor allem im goldenen Herbst mit den rot-gelb-orangefarbenen Baumkronen ist der im 19. Jahrhundert konzipierte Park einen langen Spaziergang wert. Du kannst auch eine Kanufahrt buchen und wie Fürst Pückler damals durch die grüne Lunge von Cottbus schippern.

Der von Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871) geschaffene, 530 Hektar große Landschaftspark im englischen Stil gehört zu den besonderen Anziehungspunkten von Cottbus.
Der von Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871) geschaffene, 530 Hektar große Landschaftspark im englischen Stil gehört zu den besonderen Anziehungspunkten von Cottbus. Foto: imago images/Rainer Weisflog

4. Spremberger Straße

Die „Sprem“ ist der Ku’damm von Cottbus, die zentrale Ader lockt mit zahlreichen Cafés, Markständen, Restaurants und Bars. Wenn du genau hinsiehst, entdeckst du Kunst im öffentlichen Raum, Skulpturen und Wandmosaike. Am Ende der „Sprem“ befindet sich der Spremberger Turm.

5. Spremberger Turm

Der Aufstieg ist das Erste, was du machen solltest, wenn du in Cottbus aufschlägst. Der alte Turm ist das Wahrzeichen der Stadt, aus 28 Metern Höhe kannst du an klaren Tagen bis weit in die Lausitz blicken. Es kann schon mal vorkommen, dass ein Cottbusser seiner Liebsten einen Heiratsantrag macht.

Spremberger Turm Cottbus | Adresse: Spremberger Str. 21, 03046 Cottbus | Öffnungszeiten Sonntag bis Mittwoch 10 Uhr bis 18 Uhr, Donnerstag bis Samstag 10 Uhr bis 20 Uhr, Dezember: Montag bis Sonntag 10 Uhr bis 20 Uhr, Januar: Montag bis Sonntag 10 Uhr bis 18 Uhr

Das Wahrzeichen der Stadt Cottbus: der Spremberger Turm.
Das Wahrzeichen der Stadt Cottbus: der Spremberger Turm. Foto: Christopher Braemer

6. Altmarkt

Die Cottbusser lieben ihren Altmarkt, das historische Zentrum ist mit seinen Fachwerkhäusern ein Hingucker und ein Treffpunkt am Abend. Im Sommer kannst du in zahlreichen Cafés und Bars draußen sitzen, ab und zu spielen Straßenmusiker. Da kommt so richtig Cottbus-Feeling auf.

Der Cottbuser Altmarkt mit der 55 Meter hohen Oberkirche bildet durch seine Geschlossenheit und relative Einheitlichkeit ein eindrucksvolles Ensemble.
Der Cottbuser Altmarkt mit der 55 Meter hohen Oberkirche bildet durch seine Geschlossenheit und relative Einheitlichkeit ein eindrucksvolles Ensemble. Foto: imago images/Rainer Weisflog

7. Gerberhäuser

Weil die Gerber für ihre Felle Wasser brauchten, befinden sich die ältesten Häuser der Stadt im Fachwerkstil an der Uferstraße. Neben den bunten Häuserfassaden verführt der malerische Blick auf den Mühlgraben zu einem Instagram-Snapshot.

Gerberhäuser Cottbus | Adresse: Uferstraße 15, Cottbus

Gerberhäuser entlang der Uferstraße in Cottbus.
Gerberhäuser entlang der Uferstraße in Cottbus. Foto: Christopher Braemer

8. Wendisches Museum

Die Sorben und Wenden sind slawische Völker, die sich im sechsten Jahrhundert im Spreewald ansiedelten und über die außerhalb von Brandenburg wenig bekannt ist.

Das Museum im klassizistischen Stil befindet sich auf unbestimmte Zeit im Umbau, auch wenn du ab und zu Sorben und Wenden mit schicken Trachten im Cottbuser Stadtbild findest.

Wendisches Museum Cottbus | Adresse: Mühlenstraße 12, Cottbus

9. Staatstheater

Das Haus im Jugendstil mit Tierornamenten ist vor allem nachts ein echter Hingucker. Das größte Theater Brandenburgs vereint die besten Schauspieler und Regisseure des Landes mit eigenen Ensembles für Schauspiel, Musical, Orchester und Ballett.

Ab und zu geht es hinter der Bühne nicht ganz friedlich zurück, so trat 2018 der Intendant zurück, es wurde von Mobbing gesprochen. Das konservative Haus versucht, mit seinem neuen Spielplan offener zu werden.

Staatstheater Cottbus | Adresse: Schillerplatz 1, Cottbus

Beeindruckend: Das Staatstheater am Schillerplatz.
Beeindruckend: Das Staatstheater am Schillerplatz. Foto: imago images/Schöning

10. Brandenburgisches Landesmuseum

Früher Hochspannung, heute Hochkultur: Im alten Umspannwerk siehst du heute Kunst satt, dafür sorgen die besten Kuratoren Brandenburgs in sechs Räumen. Sie befinden sich im alten Schalthaus und im ehemaligen Maschinenhaus.

Nach etwa 50 Jahren Betrieb wurde das alte Dieselkraftwerk für mehrere Millionen zu einem Museum umgebaut. Nach der Wende wurde es zum Landesmuseum und hortet heute mehr als 23.000 Objekte moderner und zeitgenössischer Kunst. Was Plakatkunst und Fotografie angeht, gehört das Museum zur deutschen Spitze.

Das Museum ist Kulturzentrum mit regelmäßigen Konzerten, Jazzabenden und Theatervorstellungen.

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst im alten Dieselkraftwerk | Adresse: Uferstraße/Am Amtsteich 15 | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 18 Uhr

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