Australien: Touristen müssen vor den Buschbränden fliehen!

Australien: Touristen müssen vor den Buschbränden fliehen!

Die Buschbrände in Australien wüten so heftig, dass die Feuerwehr eine Sperrzone eingerichtet hat. Tausende Touristen müssen die bedrohten Gebiete an der Küste verlassen. Was Australien-Urlauber wissen müssen.

Touristen am Milk Beach blicken auf Sydney. Die Sonnenstrahlen schaffen es nicht durch den dichten Rauch.
Touristen am Milk Beach blicken auf Sydney. Die Sonnenstrahlen schaffen es nicht durch den dichten Rauch.

Foto: imago images/AAP

Seit Wochen toben heftige Feuer in Australien, für das Wochenende wird eine neue Hitzewelle erwartet. Besonders heftig wüten die Brände im australischen Bundesstaat New South Wales, wo auch die beliebte Metropole Sydney liegt.

Tausende Touristen müssen nun ihren Urlaubsort verlassen! Die Feuerwehr hat eine Sperrzone eingerichtet, auf einer Länge von 250 Kilometern an der Südküste des Bundesstaates New South Wales. Sie erstreckt sich vom beliebten Badeort Batemans Bay – 400 Kilometer südlich von Sydney – bis Grenze des Bundesstaates Victoria.

Daher läuft nach Angaben des Verkehrsministeriums nun die „größte Massenverlegung von Menschen aus der Region, die wir je erlebt haben“.

Video: Urlauber müssen Sperrzone in Australien verlassen

Wer geplant habe, die Südküste an diesem Wochenende zu besuchen, solle den Plan verwerfen, teilt die Feuerwehr des Bundesstaates New Youth Wales mit. „Es ist dort nicht sicher.“

Urlauber auf Campingplätzen und in Hotels wurden von Feuerwehrleuten persönlich aufgefordert worden, die Region innerhalb von 48 Stunden (bis Samstag) zu verlassen.

Das Problem: Viele Autobahnen und Landstraßen sind wegen der Brände gesperrt oder blockiert, zum Beispiel durch umgestürzte Bäume. Zudem wurden die Benzinvorräte in der Urlaubsregion knapp, vor den Tankstellen bildeten sich kilometerlange Schlangen.

Buschbrände in Australien: Was Touristen wissen müssen

Das Auswärtige Amt rät Urlaubern dazu, von Buschbränden betroffene und besonders gefährdete Gebiete möglichst zu meiden. Über den New South Wales Fire Service beziehungsweise den Queensland Rural Fire Service können sich Reisende über die aktuellen Buschfeuer informieren. Zudem sollen sie immer den Anweisungen lokaler Behörden folgen, auch im Fall von Evakuierungen. 

Ob Rundreisen wie geplant stattfinden können, erfahren Touristen bei den Veranstaltern. Generell müssen Reisende sich vor allem während der heißen Monate des australischen Sommers (Dezember bis Februar) wegen der Gefahr von Buschbränden vor allem im Süden und Osten Australiens immer wieder mit Straßensperren, unterbrochenen Eisenbahnlinien und geschlossenen Nationalparks rechnen. 

Kann ich meine Australienreise stornieren?

Wer eine Pauschalreise in die betroffene Region gebucht hat, kann wegen außergewöhnlicher Umstände kostenlos vom Reisevertrag zurücktreten, erklärt Reiserechtsexperte Paul Degott dem reisereporter. 

Die Höhe des Reisepreises, der zurückgezahlt wird, ist jedoch vom Urlaubsverlauf abhängig. Wenn der Veranstalter wegen der Brände einen Teil des Programms streichen oder ändern muss, dann steht Urlaubern zumindest eine Minderung des Reisepreises zu. „Denn ein Teil der Reise ist dann mangelhaft“, erklärt Degott.

Individualreisende haben das Rücktrittsrecht jedoch nicht. Wer lediglich einen Flug nach Australien gebucht hat, kann das Ticket nicht einfach zurückgeben. Gleiches gilt für Hotelbuchungen – hier kommt es bei der Stornierungen auf die Konditionen und die Kulanz der Unterkunft an.

Australien befürchtet negative Auswirkungen auf Tourismus

Generell müssen Reisende sich vor allem während der heißen Monate des australischen Sommers (Dezember bis Februar) wegen der Gefahr von Buschbränden vor allem im Süden und Osten Australiens immer wieder mit Straßensperren, unterbrochenen Eisenbahnlinien und geschlossenen Nationalparks rechnen.

In diesem Jahr begann die Buschbrand-Saison bereits im Oktober, ungewöhnlich früh. Wissenschaftler machen dafür den Klimawandel mitverantwortlich. Experten befürchten nun, dass Touristen Australien in den heißeren Monaten wegen der Buschbrandgefahr meiden könnten.

Rauch und Asche belasten die Luft in Sydney, viele Menschen nutzen einen Atemschutz.
Rauch und Asche belasten die Luft in Sydney, viele Menschen nutzen einen Atemschutz. Foto: imago images/AAP

Der Tourismusminister von New South Wales, Stuart Ayres, hält dagegen: Besucher sollten sich nicht durch Buschfeuer oder Dürre abschrecken lassen. 

„Events finden weiterhin statt, Motels sind geöffnet, Restaurants servieren noch Essen und Pubs schenken Bier aus“, so der Minister gegenüber dem „Sydney Morning Herald“. Es gebe „absolut keinen Grund für jemanden, seine Pläne für einen Besuch zu ändern.“

Aber: Die Auswirkungen der anhaltend schlechten Luftqualität bekommen touristische Attraktionen unter freiem Himmel doch zu spüren, so der „Herald“. Der TreeTops Adventure Park beispielsweise musste zeitweise seinen Standort an der Central Coast wegen der Bedrohung durch drei Buschfeuer schließen.

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