Bali ist ein absoluter Touristen-Magnet. Urlauber lieben die Strände, das Essen, die Kultur und die Reisfelder. Doch die wunderschönen Reisterrassen könnten bald der Vergangenheit angehören. Den Bauern geht nämlich das Wasser aus, das sie für ihre Felder benötigen. Grund dafür ist auch der Tourismus.

Bali: Tourismus verbraucht zu viel Wasser

Die Problematik um die Wasservorräte auf Bali ist nicht neu. Schon seit Jahren beobachten die Einheimischen, wie riesige Hotels immer mehr Grundwasser für die Millionen Touristen benötigen. Dabei zapfen die Hotels aber ebenjene Wasservorräte an, die die Einheimischen zum Bewässern ihrer Felder benötigen, berichtet „Aljazeera“. Ganze 65 Prozent des Wassers auf der Insel werden für den Tourismus verwendet.

Hotelanlage auf Bali.
Hotels auf Bali verbrauchen zu viel Wasser. (Symbolfoto) Foto: imago images/robertharding

Hinzu kommt nun auch noch eine Dürre. Die Monsun-Regenfälle lassen dieses Jahr auf sich warten und die Insel sei viel zu trocken für diese Jahreszeit. Das Ergebnis: Immer mehr Reisfelder können nicht mehr bewässert werden und verschwinden von der Insel.

Wasservorräte auf Bali werden verkauft

Die Regierung hat das Problem erkannt und Wasserrohre in etliche Dörfer verlegt, in denen die Vorräte erschöpft sind. Allerdings soll durch diese Rohre kein Wasser fließen, weil die Regierung das Projekt nicht mehr finanziere, berichtet die Wohltätigkeitsarbeiterin Vibeke Lengkong gegenüber dem arabischen Nachrichtensender.

Stattdessen würde Indonesien sein Grundwasser an Unternehemen wie Coca-Cola und Danone-Aqua verkaufen, die große Fabriken auf Bali betreiben. Um das Problem zu lösen, müsste die Regierung streng gegen den vom Tourismus verursachten Wasserverbrauch vorgehen und gleichzeitig mehr Brunnen für die Bevölkerung bauen – und zwar möglichst schnell. Schon jetzt haben einzelne Dörfer nicht genug Trinkwasser, geschweige denn Wasser, um ihre Felder zu versorgen.