In den frühen Morgenstunden des 6. Dezember ertönte das Signal auf der „Vasco da Gama“: Stromausfall. Die Notstromversorgung konnte gerade noch so die Korridore beleuchten, der Rest des Schiffs war dunkel. Besonders ärgerlich: Das Kreuzfahrtschiff war nur wenige Kilometer vom Zielhafen in Adelaide entfernt.

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Stromausfall auf dem Kreuzfahrtschiff: Kein Wasser, keine Toiletten

Für die Passagiere war der plötzliche Stromausfall gegen 5.45 Uhr (Ortszeit) ein Schreckmoment auf der Reise. Urlauber an Bord berichteten dem australischen Sender „9 News“, dass die „Vasco da Gama“ einem Geisterschiff ähnelte und völlig lautlos im Saint-Vincent-Golf an der Südküste von Australien den Windböen ausgeliefert war. 

Wie ein Papierboot sei das riesige Schiff von kleinen Luftstößen hin und her gedreht worden. Besonders ärgerlich: Wegen des fehlenden Stroms konnten die 900 Passagiere an Bord weder die Toiletten benutzen, noch Wasser aus dem Hahn laufen lassen. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte das Stromproblem aber gelöst werden und das Schiff legte in Adelaide an.

Reederei: Stromausfall war eine Vorsichtsmaßnahme

Laut der Reederei Cruise & Maritime Voyages war der Stromausfall an Bord eine reine Vorsichtsmaßnahme. Im Maschinenraum habe eine Alarmlampe geleuchtet. Um die Systeme zu schützen und einen größeren Schaden zu vermeiden, hätten die Mechaniker den Strom für das gesamte Schiff abgeschaltet.

Die Passagiere seien permanent mit Durchsagen über die Situation informiert worden und es sei keine Panik an Bord ausgebrochen. Der Grund für die leuchtende Alarm-Lampe sei ein technisches Problem gewesen, das behoben werden konnte und die Weiterfahrt der „Vasco da Gama“ nicht beinträchtigen soll.