Taifun „Kammuri“ ist über Teile der Philippinen gerast und hat seit seiner Ankunft am Dienstag eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Aktuell gehen die Behörden von zwölf Toten aus. Noch immer kommen Hunderttausende in Notunterkünften unter.

Taifun „Kammuri“ kostet Menschenleben auf den Philippinen

Heftige Böen und Überschwemmungen im Osten haben den paradiesischen Inselstaat in Trümmer gelegt. Fast eine halbe Million Menschen hat dadurch vorübergehend ihr Zuhause verloren. Teilweise sind die Häuser und Hütten komplett dem Erdboden gleichgemacht worden.

In den betroffenen Regionen stürzten Bäume um, was zu Stromausfällen führte. Derzeit laufen die Aufräumarbeiten, die Schäden sind daher noch nicht abschätzbar. Allerdings seien, so das Landwirtschaftsministerium, Ernten im Wert von 531 Millionen Philippinischen Pesos (mehr als neun Millionen Euro) in den stark betroffenen Regionen Calabarzon und Bicol zerstört worden, darunter grundlegende Nahrungsmittel wie Reis und Mais.

Mehr als 500 Flüge fielen auf den Philippinen aus

Nicht nur auf den Straßen, auch in der Luft hielt „Kammuri“ das Land in Atem. Wie „CNN Philippines“ berichtete, wurde der Flughafen Ninoy der Hauptstadt Manila geschlossen, mehr als 500 Flüge wurden landesweit gestrichen. Schon vorab wurden Passagiere darum gebeten, den Flughafen erst gar nicht anzusteuern.

Angesichts dieser Bilder eines kleineren Flughafens im Osten wohl ein wichtiger Warnhinweis: 

Wie „Aero.de“ berichtet, soll der Betrieb am Haupstadt-Flughafen ab 23 Uhr (Ortszeit) wieder planmäßig laufen. „Kammuri“, der vor Ort auch „Tisoy“ genannt wird, bewegt sich abgeschwächt in den bevölkerungsreicheren Süden. Jedes Jahr werden die Philippinen von etwa 20 Taifunen heimgesucht, vor allem in der Regenzeit von Juni bis November. Das Auswärtige Amt gibt allgemeine Tipps zum Verhalten bei Tropen- und Wirbelstürmen im Ausland.