Kreuzfahrt-Flop: „Aida Mira“ fährt nach Absagen ohne Passagiere

Kreuzfahrt-Flop: „Aida Mira“ fährt nach Absagen ohne Passagiere

Debakel bei der „Aida Mira“: Nachdem die erste Kreuzfahrt des neuen Aida-Schiffs bereits am Sonntag gestrichen wurde, als schon Passagiere an Bord waren, wurde auch die Reise nach Südafrika gestrichen.

Eine Visualisierung der „Aida Mira“ vor der Küste Südafrikas.
Diese Aussicht müssen sich die Passagiere erst mal abschminken: Die „Aida Mira“ brach nicht wie geplant nach Südafrika auf.

Foto: Aida Cruises

Passagiere berichteten von penetrantem Gestank nach Klebstoff, Rohrbrüchen und zerfressenen Leitungen: Die  „Aida Mira“ war zum geplanten Start der Jungfernfahrt alles andere als fertig. Die Konsequenz: Kurzfristige Absage am Sonntag, als die Gäste bereits an Bord waren. 

Eigentlich sollte das Schiff dann einige Tage später nach Südafrika starten, doch dann am Mittwoch der Schock für die Passagiere: Auch die zweite Kreuzfahrt wurde gestrichen. Zwar stach das Schiff am 4. Dezember tatsächlich in See, allerdings nur mit Arbeitern an Bord. Das berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Zweite Kreuzfahrt mit der „Aida Mira“ fällt aus

Die Umbauarbeiten konnten nicht rechtzeitig beendet werden. In einem Statement gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ heißt es: „Um unseren hohen Qualitätsansprüchen in jeder Hinsicht gerecht zu werden, benötigen wir mehr Zeit.“

Aktuell liegt die  „Aida Mira“  im Hafen von Teneriffa und soll auf seiner ursprünglichen Route bis nach Südafrika fahren. Unterwegs sollen die besten Häfen gefunden werden, um technische Unterstützung zu erhalten. Ziel sei es, heißt es von der Reederei, das Schiff zum Start der Premierensaison in Südafrika am 23. Dezember zu präsentieren.

„Aida Mira“ ist ein 20 Jahre altes renoviertes Kreuzfahrtschiff

Zum Hintergrund: Bei der „Aida Mira“ handelt es sich um ein circa 20 Jahre altes Kreuzfahrtschiff, das von Aida Cruises aufwendig modernisiert wurde – für 50 Millionen Euro. Die Taufe der „Mira“ wurde am Samstag in Palma de Mallorca mit Stars wie Topmodel Franziska Knuppe gefeiert.

Obwohl die Passagiere bereits eingeschifft wurden, gab der Kapitän wie aus dem Nichts am Sonntagmittag die gecancelte Willkommens-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer bekannt.

Noch am Vortag sollen Aida-Sprecher die planmäßige Abfahrt der „Mira“ nach Südafrika angeblich garantiert haben. Alle bereits eingebuchten Passagiere sollen eine Entschädigung und alternative Reiseangebote erhalten.

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