Flug TE 901 ging am 28. November 1979 tragischerweise in die Geschichtsbücher ein und gilt noch heute als das schlimmste Flugzeugunglück Neuseelands. Damals befand sich eine Maschine der Fluggesellschaft Air New Zealand auf einem Rundflug über der Antarktis, als das Flugzeug mit dem Vulkan Erebus kollidierte und am Hang zerschellte.

Entschuldigung für Flugunglück von Air New Zealand

Jetzt, 40 Jahre später, entschuldigten sich die Airline und die Premierministerin von Neuseeland, Jacinda Ardern, offiziell bei den Angehörigen und der Öffentlichkeit. Damals gehörte Air New Zealand dem Staat, der sich nun verantwortlich für die Geschehnisse des Unglückstags und die daraus resultierende Ermittlung zeigt, berichtet „The Guardian“.

Ardern erklärte am vierzigsten Jahrestag des Unfalls, dass die Zeit für eine Entschuldigung nun endgültig gekommen sei. „Diese Entschuldigung kommt von ganzem Herzen und ist allumfassend“, so die Premierministerin. Damit meinte sie auch die folgenden Jahre, in denen etliche Mythen um den Unfallhergang entstanden.

Ermittlungen zu Flugzeugabsturz sorgten für Verwirrung

Untersuchungen ergaben, dass die Flugroute vor dem Abflug im Computer geändert worden sei, der Pilot jedoch nichts davon gewusst habe. Das habe dazu geführt, dass der Pilot zum Zeitpunkt des Unglücks dachte, er würde sich über dem offenen Meer befinden. Extrem schlechte Sichtbedingungen sollen ebenfalls zu der Tragödie beigetragen haben.

Doch zuvor gab es allerlei Gerüchte und unterschiedliche Versionen zum Hergang der Tragödie. Zunächst gab die ermittelnde Luftfahrtbehörde dem Piloten die Schuld, weil er zu tief geflogen sei. Doch die Höhe war von den Fluglotsen genehmigt. Später wurde bekannt, dass die Chefs der Airline die Ermittler ordentlich unter Druck gesetzt hatten. Die Angehörigen wussten jahrelang nicht, was sie glauben sollten, und warteten bis heute auf die Entschuldigung des Staates. Nun wird diskutiert, ob ein Mahnmal aufgestellt werden soll, um an die Tragödie zu erinnern.