Mit bis zu 185 Stundenkilometern bewegt sich der Tropensturm „Kammuri“ auf die philippinische Küste zu. Mit seiner Ankunft wird voraussichtlich heute Abend (Ortszeit) oder morgen, am Dienstag, gerechnet. In vielen Teilen des Inselparadieses herrscht schon jetzt Ausnahmezustand.

Heftige Winde und Regen peitschen über die Strände, wie in diesem Video aus der Provinz Nord-Samar zu sehen ist:

Hunderttausende müssen vor Taifun flüchten 

Für die Regionen Bicol im Osten und Luzon im Norden – mit Manila als Haupstadt – gaben die Behörden bereits Evakuierungswarnungen heraus. Allein in der Provinz Abay auf Luzon sollen nach Angaben der philippinischen Nachrichtenagentur PNA 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden sein. 

Bei Widerstand haben die Behörden auch das Durchgreifen der Polizei angeordnet, sagte der Gouverneur der Provinz Albay, Al Francis Bichara. Bürger sollten in die nächstgelegenen Notunterkünfte gebracht werden. 

Viele Inlands-Flüge fallen auf den Philippinen aus

Der Taifun soll starke Regenfällen mitbringen, auch in Manila. Des Weiteren könnte es zu Erdrutschen kommen. Wellen von bis zu drei Metern Höhe könnten die Küste treffen. Wie „CNN Philippines“ berichtet, sollen heute die Schulen geschlossen bleiben. Auswirkungen hat der Tropensturm der Kategorie 3 von 5 auch auf den Flugverkehr: Cebu Pacific hat eine Vielzahl von Inlandsflügen für Dienstag vorsorglich gestrichen. Eine Übersicht findest du auf der Website der Airline.

Das müssen Philippinen-Urlauber wissen

Das Auswärtige Amt rät, sich über die Wetterbedingungen beim „Joint Typhoon Warning Center“ zu informieren. Zudem gibt die Behörde allgemeine Tipps zum Verhalten in sturmgefährdeten Gebieten zur „Sturmsaison“. Wichtig: Die Bedingungen des Reiserücktritts im Falle von Naturkatastrophen checken und eine Reisekrankenversicherung mit Rettungsflug nach Deutschland im Notfall und/oder mit Rückholoption abschließen.

Zusätzlich können sich Reisende in die Krisenvorsorgeliste eintragen, rät Reiserechtsexperte Paul Degott. Damit könne im Notfall schnell Kontakt hergestellt werden, und das Auswärtige Amt weiß dann, wie viele Deutsche sich in einem Gebiet aufhalten.

Im Dezember läuft die Taifunsaison auf den Philippinen eigentlich aus – deshalb seien derartige Tropenstürme zu dieser Zeit eher selten, berichtet „CNN“. Jedes Jahr werden die Philippinen von etwa 20 Taifunen heimgesucht, vor allem in der Regenzeit von Juni bis November.