Für mehrere Passagiere der „Norwegian Joy“ entpuppte sich eine Kreuzfahrt nach Mexiko als unangenehmes Vergnügen. 19 Passagiere wurden nach der Rückkehr in Los Angeles mit grippeähnlichen Symptomen behandelt. Erst eine Woche zuvor hatten die Sanitäter der Feuerwehr von L.A. sechs Passagiere mit Symptomen einer Magen-Darm-Krankheit behandelt, vier kamen ins Krankenhaus.

Bei den am 24. November behandelten Passagieren wurde das Norovirus als Ursache diagnostiziert, sagte ein Sprecher der Hafenpolizei gegenüber „CNN“. Insgesamt seien während der Kreuzfahrt durch den Panamakanal 127 Passagiere erkrankt (von rund 3.600 an Bord), berichten die amerikanischen „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDCP). Auch sechs Crew-Mitglieder klagten über Symptome, hauptsächlich Durchfall. 

Hat die „Norwegian Joy“ ein Hygiene-Problem?

Dass auf demselben Schiff nun erneut ein Virus zu grassieren scheint, sorgt bei den lokalen Behörden für Sorge: „Das lässt große Bedenken bezüglich der Hygiene auf dem Schiff aufkommen“, so Janice Hahn vom Vorstand des Los Angeles County in einem Statement. „Wenn das Schiff nicht so weit gesäubert ist, dass die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere gewährleistet ist, sollte es nicht ablegen dürfen.“ Das berichtet die „Los Angeles Times“.

Wie die „CDCP“ berichten, soll die Reederei Norwegian Cruise Line auf den Krankheitsausbruch mit mehreren Maßnahmen reagiert haben. Reinigung und Desinfektion wurden verschärft, Mitarbeiter sammelten Stuhlproben der Erkrankten und schickten sie zur Untersuchung. Außerdem schickten sie tägliche Berichte über die Magen-Darm-Erkrankungen. 

„Während der Mexikanische-Riviera-Kreuzfahrt mit der ‚Norwegian Joy‘ erlitten einige Passagiere an Bord eine Magen-Darm-Krankheit“, schreibt die Reederei in einem Statement. „Um die Auswirkungen dieses seltenen Vorfalls zu mildern, haben wir strenge sanitäre Abläufe durchgeführt. Wie immer werden wir die Situation weiterhin beobachten.“