Die Stadt Ain Draham, rund 185 Kilometer westlich der tunesischen Hauptstadt Tunis gelegen, lockt Touristen mit atemberaubenden Aussichten über die Kroumirie-Berge. Doch die Straße dorthin ist steil und windet sich unaufhörlich durch das Gebirge. Ein Reisebus voller Touristen kam dort nun von der Fahrbahn ab und stürzte den Hang hinunter.

24 Tote bei Bus-Unfall in Tunesien

Der Reisebus eines lokalen Unternehmens war schon kurz vor dem Ziel, als er am vergangenen Sonntag von der Straße abkam. Der Fahrer habe angeblich vor einer steilen Kurve nicht stark genug abgebremst, weshalb der Bus durch die Leitplanke brach und den Hang hinunterfiel, berichtet „Al Jazeera“.

An Bord des Fahrzeugs befanden sich 43 tunesische Touristen, die das Bergpanorama in Ain Draham besichtigen wollten. 24 der Insassen starben bei dem Unfall, 18 weitere mussten verletzt in Krankenhäuser gebracht werden. Der tunesische Premierminister Youssef Chahed unterbrach einen Besuch im Süden des Landes und kehrte nach Tunis zurück, um dort ein Krisen-Zentrum für die Angehörigen einzurichten.

Bus-Unfall in Chile fordert zehn Tote

Am selben Tag ereignete sich auch in Chile ein Unglück mit einem Reisebus. Nahe der Stadt Taltal im Norden des Landes rutschte ein Fahrzeug des Unternehmens „Turbus“ auf der Route B-710 einen 30 Meter hohen Hang hinab, nachdem es von der Straße abgekommen war. Bei dem Unfall starben mindestens zehn Menschen, 30 weitere wurden verletzt, berichten chilenische Medien.

Der Bus befand sich in der Nacht auf dem Weg von der Stadt Antofagasta in die Hauptstadt Santiago de Chile. An Bord befanden sich 50 Personen. Die Verwundeten wurden mit Rettungshubschraubern und Krankenwagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.