Statt der bunten und liebevoll verzierten Hausfassaden ist aktuell nur noch ein Schutthaufen von den historischen Gebäuden übrig, die bei einem Großfeuer zerstört wurden. Aus noch ungeklärter Ursache brach in den frühen Morgenstunden am Samstag ein Feuer in einer Holzhütte am Seeufer aus – die Flammen schlugen wegen der engen Bebauung rasend schnell auf andere Häuser über. Das berichtet der „ORF“.

Feuer in Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Hallstatt: Historische Häuser zerstört

Das Feuer entzündete sie weitere Hütten und zwei Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ein weiteres Übergreifen konnte durch die Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte verhindert werden. Dennoch ist das Ausmaß der Schäden enorm. Laut Feuerwehr Hallstatt sind drei Holzhütten niedergebrannt, zwei weitere Häuser sind schwer beschädigt.

Keiner der Einwohner wurde dabei verletzt, jedoch musste ein schwer verletzter Feuerwehrmann ins Krankenhaus gebracht werden.

Touristen sollten Besuch in Hallstatt meiden

Die einzige durch Hallstatt verlaufende Straße ist laut Polizei nach dem Brand weiterhin gesperrt. Fahrzeuge müssen daher große Umwege in Kauf nehmen, für Fußgänger gibt es Umleitungen. Wegen anhaltender Aufräumarbeiten rief der Bürgermeister Alexander Scheutz dazu auf, Hallstatt an diesem Wochenende nicht zu besuchen.

Für den Anblick der malerischen Kulisse pilgern jährlich bis zu eine Million Menschen in das Dorf, das gerade einmal 780 Einwohner zählt. Viele von ihnen reisen mit Bussen an und bleiben oft nur einen Tag. Problematisch, da der Ort den Touristenfluten nicht gewachsen ist. Diverse Maßnahmen gegen den Overtourism wie das Vergeben von Zeittickets für Tages-Bustouristen wurden bereits geplant.

Die Touristengruppen, die Hallstatt am Wochenende besuchen wollten, wurden nach St. Wolfgang, Bad Ischl und Gmunden umgeleitet. Zusammen mit dem Dachstein und dem Inneren Salzkammergut gehört Hallstatt zu den Unesco-Welterbestätten.