Rund elf Stunden haben die Passagiere auf Flug KL 685 von Amsterdam nach Mexiko-Stadt verbracht, ohne tatsächlich planmäßig am Ziel angekommen zu sein. Dabei befand sich die Boeing 747 schon knapp fünfeinhalb Stunden in der Luft, als die Piloten über Kanada umdrehen mussten.

KLM-Maschine landet nach elf Stunden wieder in Amsterdam

Grund war die Eruption eines der aktivsten Vulkane der Welt, des Popocatépetl in Mexiko. In der Nacht von Donnerstag gab es am Berg eine Explosion. Einwohner durften sich dem Vulkan nicht mehr als zwölf Kilometer nähern. Das hatte auch Konsequenzen für die Passagiere an Bord der KLM-Maschine.

Da die ausgespuckte Vulkanasche die Triebwerke hätte beschädigen können, entschlossen sich die Piloten zur Umkehr. So landeten die Reisenden um 2.30 Uhr nachts wieder in Amsterdam. Bei diesen handelte es sich übrigens nicht um Zweibeiner.

Pferde an Bord – Piloten bleibt nichts anderes außer Umkehr übrig

Warum flogen die Piloten nicht einfach eine andere Route oder landeten zwischen? Das lag wohl unter anderem an den tierischen Fluggästen, an Bord befanden sich nämlich Pferde. „An einem anderen Airport zu landen war nicht möglich aufgrund der Visa-Bestimmungen für die Passagiere und weil eine große Ladung Pferde an Bord war“, erklärte eine KLM-Sprecherin dem „Aerotelegraph“.

Die Pferde reisen bei KLM im Frachtraum, selbstverständlich in Begleitung von Personen. Der Popocatépetl ist Mexikos zweithöchster Berg und liegt 70 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt. Der Vulkan war das ganze Jahr über aktiv und brach zuletzt Anfang dieses Monats aus und pumpte Asche hoch in die Luft.