Plastikmüll bedroht empfindliche Ökosysteme, überschwemmt paradiesische Orte und bedeutet für viele Tiere den Tod. Die Ignoranz und Unbedachtheit mancher Nationalparkbesucher kostete nun einen Hirsch im Nationalpark Khun Sathan das Leben. Er hatte sich offenbar jahrelang von weggeworfenem Müll ernährt.

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Thailand: Hirsch stirbt wegen Plastikmüll im Magen

Als Mitarbeiter den Kadaver am Montag bei einem Routine-Rundgang entdeckten und ihn untersuchten, fanden sie unter anderem Instantnudeln, Plastiktüten, Kaffeeverpackungen, sogar eine Unterhose und ein kleines Handtuch. Ganze sieben Kilo Müll befanden sich im Magen des verstorbenen Hirsches.

Ganz offensichtlich Gegenstände, die von Menschen unachtsam in der Natur entsorgt worden. „Experten glauben, dass es seinen Verdauungstrakt verstopft hat“, sagte Kriangsak Thanompun, ein Direktor des Nationalparks, der „BBC“. Es soll sich um einen zehn Jahre alten Hirsch handeln, der im Khun-Sathan-Nationalpark in den nördlichen Provinzen Nanoi und Namuen lebte.

Bei Touristen ist der Park wenig bekannt, obwohl es sich um ein wahres Idyll handelt. Die Berge bieten spektakuläre Aussicht, zum Teil sind die zur Kirschblüte rosa gefärbt. 

Plastikproblem in Thailand: Land will Einweg-Plastiktüten verbieten

Um Besucher zu sensibilisieren, planen die Parkbetreiber nun einen Drei-Stufen-Plan. Zum einen sollen Besucher verstärkt darauf hingewiesen werden, ihren Abfall mitzunehmen und gegebenfalls den Müll anderer aufzusammeln. 

Außerdem sollen Verbesserungen der Abfallwirtschaft und eine generelle Aufklärung vorgenommen werden. Das übermannende Problem wird in ganz Thailand deutlich: Nach Angaben von Greenpeace werden dort jährlich 75 Milliarden Plastiktüten einfach weggeworfen – deshalb will Umweltminister Preecha Rengsomboonsuk sie ab Januar 2020 aus dem Handel verbannen.