Generalstreik in Italien am Freitag – Züge aus Deutschland betroffen

Streik in Italien am Freitag – Zugausfälle möglich

Mehrere Gewerkschaften haben am Freitag zu einem 21-stündigen Streik in Italien aufgerufen. Das würde vor allem den öffentlichen Nah- und Fernverkehr betreffen – auch Zugverbindungen aus Deutschland.

Die Stazione Centrale in Mailand: Hier könnte am Freitag wegen des geplanten Streiks Stillstand herrschen.
Die Stazione Centrale in Mailand: Hier könnte am Freitag wegen des geplanten Streiks Stillstand herrschen.

Foto: imago images/imagebroker

Wer am Freitag für das Wochenende einen Trip nach Italien geplant hat, sollte sich jetzt schon auf Störungen und Wartezeiten einstellen. Denn mehrere Gewerkschaften haben dazu aufgerufen, am Freitag für fast 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. Von Mitternacht bis 21 Uhr am Freitag soll dieser Streik andauern.

Aktuell ist noch unklar, wer genau der Aufforderung unter anderem von der Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) folgen wird. Ziemlich sicher muss aber mit starken Beeinträchtigungen auf der Schiene gerechnet werden, wie die italienische Tageszeitung „Il Giorno“ berichtet. Grund für den Ausstand seien die Forderungen nach höheren Löhnen und Verbesserungen in der Rentenvorsorge.

Generalstreik in Italien: Diese Züge könnten aus Deutschland ausfallen

Das würde sowohl den Regionalverkehr als auch Fernzüge betreffen. Die Deutsche Bahn teilte bereits mit, dass es bei folgender Verbindung zu Verspätungen oder gar Ausfällen kommen könnte: EC-Zug München−Innsbruck−Brenner−Italien. Planmäßig verkehren sollen hingegen der EC 84 von Bologna nach München über Verona, Bozen und Innsbruck und der EC 85 in die andere Richtung.

Die Bahn bittet Passagiere darum, sich vor Reiseantritt online über die Reiseauskunft, über die App oder telefonisch unter (0180) 6996633 zu informieren. Darüber hinaus rät der „ADAC“, sich vor Ort über die lokalen Medien zu informieren und gegebenenfalls den Reiseveranstalter zu kontaktieren. Ruckeln könnte es erheblich bei der Trenord, die vor allem in der Region Lombardei verkehrt, unter anderem betreibt sie auch die Flughafenstrecke Mailand–Malpensa.

Geschlossene Sehenswürdigkeiten und Flugverspätungen möglich

Möglich sei auch, dass der Generalstreik auf den Flug- und Fährverkehr ausgeweitet wird. Außerdem könnte der Ausstand auch zur Schließung von Museen und Sehenswürdigkeiten führen.

Wer sich schon in Italien befindet, könnte bereits seit heute den Aufruhr zu spüren bekommen. Am Donnerstag hat der Verkehrsverband La Confederazione Unitaria di Base Trasporti (Cub Trasporti) die Beschäftigten der ATM-Gruppe zum 24-Stunden-Streik aufgerufen – dementsprechend sind einige Geldautomaten und U-Bahn-Linien außer Betrieb. Darüber berichtet „Milano Today“.

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