Die Insel Eroda liegt voll im Trend – dabei gibt es sie gar nicht

Die Insel Eroda liegt im Trend – dabei gibt es sie nicht

Über kaum ein Reiseziel wird im Netz derzeit so heiß diskutiert wie über Eroda. Fotos zeigen grüne Wiesen, Felsen und tiefblaues Wasser. Dabei gibt’s die Insel offenbar gar nicht. Was steckt dahinter?

So idyllisch soll Eroda aussehen – doch welchen Ort zeigen die Fotos, wenn es die Insel gar nicht gibt?
So idyllisch soll Eroda aussehen – doch welchen Ort zeigen die Fotos, wenn es die Insel gar nicht gibt?

Foto: imago images/blickwinkel/Gukelberger

Eroda – so soll eine europäische Ferieninsel heißen, behauptet zumindest die Website „Visit Eroda“. Die Fotos zeigen idyllische Landschaften: grüne Wiesen, felsige Küsten und tiefblaues Wasser. Dabei gibt es die Insel gar nicht! Das fand der Journalist Thomas Bywater vom „New Zealand Herald“ heraus. Aber was steckt dahinter? 

„Visit Eroda“ ist in den sozialen Netzwerken sehr aktiv. Zählt man Facebook, Instagram und Twitter zusammen, hat Eroda mehr als 30.000 Fans. Dabei wurden die Accounts erst im Oktober 2019 erstellt. Auch die Website gibt es erst seit einem Monat.

Eroda – die Insel, die nicht existiert

Der Internetauftritt der Fantasie-Insel wirbt mit vielen Attraktionen für Touristen: darunter eine Tauchschule, eine Brauerei, ein Fischmarkt und ein alter Leuchtturm. Außerdem zeigt die Website eine Landkarte von Eroda mit vier Städten: Ganona, Marmorton, Martin’s Heaven und Yuna. Dabei gibt es diese Orte genauso wenig wie die Insel selbst. 

Die Insel wirbt dem Slogan „No land quite like it“ (deutsch: Es gibt kein Land wie dieses). Und da ist etwas Wahres dran, schließlich existiert Eroda nicht. Doch auf Twitter postete „Visit Eroda“ dieses Werbevideo, das sich inzwischen knapp 100.000 Menschen angesehen haben: 

So schön das Video auch sein mag – auf der geheimnisvollen Insel wurde es nicht gedreht. Eroda gibt es nicht, das beweist auch der Versuch, es bei Google Maps zu finden. Doch wo sind die Aufnahmen dann entstanden? Der Twitter-Nutzer Austin Strifler hat laut „New Zealand Herald“ mithilfe der umgekehrten Bildersuche von Google das Geheimnis gelüftet.

Die meisten Bilder, die angeblich Eroda zeigen, sind in und um Saint Abbs, einem kleinen Fischerdorf an der Südostküste Schottlands, entstanden. Aber wer oder was steckt hinter der aufwendigen Kampagne für Edora?

Wer steckt hinter Eroda?

Die Vermutung des Journalisten Thomas Bywater: Hinter Eroda steckt der Popsänger Harry Styles. Wer nach dem Hashtag #eroda auf Twitter sucht, findet unter anderem Werbung für sein neues Album. Der 25-jährige Brite wurde als Mitglied der Boygroup One Direction bekannt, seit zwei Jahren ist er solo unterwegs. 

Harry Styles bei der Premiere von „Dunkirk“.
Harry Styles versuchte sich in den letzten Jahren auch als Schauspieler, unter anderem im Film „Dunkirk“. Foto: imago images/E-PRESS PHOTO.com

Aber warum sollte ein Popsänger eine Kampagne für eine ausgedachte Insel starten? Vielleicht weil seine Musik seine Hörer auf eine Reise schickt? Klingt alles sehr weit hergeholt, doch erst im Sommer dieses Jahres drehte Harry Styles ein Video im schottischen Saint Abbs.

Zudem will ein Twitter-Nutzer herausgefunden haben, dass die Internetseiten von Eroda und dem Musiker miteinander verbunden sind. Die Fans des Sängers sind sich längst einig – Eroda, so wird das neue Harry-Styles-Album heißen. Ob das wirklich stimmt, erfahren wir spätestens Mitte Dezember. Dann soll nämlich das Album erscheinen.

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