Der Air-Canada-Flug AC857 von London-Heathrow nach Toronto hob planmäßig ab. Die 254 Passagiere an Bord rechneten mit einem gewöhnlichen Flug über den Atlantik, doch die Reise endete früher als geplant. Kurz nach dem Start drehte der Flieger um und landete in Dublin.

Kaputtes Fenster: Air-Canada-Maschine dreht um

Piloten sind an Bord eines Flugzeugs stets für die Sicherheit aller Passagiere und der Crew zuständig. Deshalb müssen sie manchmal Entscheidungen treffen, die die Reisenden nicht immer begeistern. In diesem Fall entschied der Flugkapitän, den Flug abzubrechen und alle Passagiere aussteigen zu lassen, berichtet der „Independent“.

Boeing 787 Dreamliner von Air Canada.
Die Air-Canada-Maschine konnte nach der Landung in Dublin nicht weiterfliegen. (Symbolfoto) Foto: imago images/ZUMA Press

Der Grund: Kurz nach dem Start in London riss ein Seitenfenster im Cockpit. Die Gefahr, dass das Fenster platzen und somit der Druckausgleich des Flugzeugs nicht mehr stattfinden könnte, war anscheinend zu groß. Die Boeing 787 Dreamliner drehte über dem Atlantik um und landete in Dublin, da der irische Flughafen in dem Moment am schnellsten zu erreichen war.

Passagiere müssen im Hotel schlafen

Nach der Landung in Dublin war schnell klar, dass das Flugzeug nicht erneut starten kann. Deshalb wurden alle Passagiere in Hotels untergebracht und konnten erst am nächsten Tag mit einer anderen Maschine ihren Flug fortsetzen. Der Vorfall passierte bereits am Samstag, erst jetzt wurde er jedoch publik. 

Der Riss in der Fensterscheibe im Flieger ist übrigens kein Einzelfall. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte ein Passagier ein Foto aus einer Spicejet-Maschine in Indien. Dort klaffte ein langer Riss im Fenster in der Kabine, der anscheinend nur mit Klebeband geflickt worden war. Vergangenes Jahr musste zudem ein Southwest-Flugzeug notlanden, weil ein Fenster mitten im Flug zu zerspringen drohte.