Immer mehr Hufeisen- und Treppennattern tauchen in der Region Es Pla in der Inselmitte von Mallorca auf. Touristen sollen beim Wandern auf der Insel vorsichtig sein: Denn die Tiere gelten als aggressiv und leicht reizbar. Lokale Behörden haben deshalb einen Plan entwickelt, um die Plage zu bekämpfen.

So will Mallorca gegen Schlangen-Plage vorgehen

Hufeisen- und Treppennattern sind auf Mallorca eigentlich nicht heimisch. Mit Schiffen wurden sie vermutlich eingeschleppt und vermehrten sich dann schlagartig auf der Insel. Vor Kurzem erklärte der Tierschutzchef des balearischen Umweltministeriums den Kampf gegen die Schlangen gar als verloren.

Doch nun gibt es einen Lichtblick: Behörden, Jäger und Universitäten wollen gemeinsam gegen die Plage kämpfen und die invasive Art von der Insel vertreiben. Der Plan: Inselweit sollen bis zu 300 Fallen aufgestellt werden. 

Hufeisennatter beißt zu.
Der Biss der Hufeisennatter kann schmerzhaft sein. Foto: imago images/blickwinkel

Das Landesumweltministerium will für die Kosten aufkommen, und die Balearen-Universität soll ihr Know-how zur Eindämmung der Plage beitragen, berichtet die „Mallorca Zeitung“.

Schlangen auf Mallorca können gefährlich sein

Obwohl die Hufeisen- und die Treppennattern nicht giftig sind, sind sie leicht reizbar und können blitzschnell zubeißen. Der Biss ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann sich auch leicht entzünden und dann ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Um die Bevölkerung zu warnen, sollen nun Faltblätter auf der Insel verteilt werden, in denen über die möglichen Gefahren aufgeklärt wird. In Zukunft sollen Jäger und Mitarbeiter der Kommunen die Fallen aufstellen, entleeren und regelmäßig warten.

Eine andere Möglichkeit, die Plage in den Griff zu bekommen, gebe es nicht, denn die Reptilien haben auf der Insel keine Feinde und können sich bislang ungestört vermehren.