Was wäre ein Besuch der italienischen Hauptstadt ohne ein Foto am Trevi-Brunnen? Für viele Rom-Urlauber nicht denkbar! 20 Millionen Touristen besuchen die Hauptstadt jedes Jahr – und die meisten von ihnen statten auch der beliebten Sehenswürdigkeit einen Besuch ab. Kein Wunder, dass die Besuchermassen die kleine Piazza di Trevi an manchen Tagen regelrecht verstopfen und für Chaos sorgen.

Rom will Zaun um Trevi-Brunnen bauen

Touris, die nackt in den Brunnen springen oder für das perfekte Foto eine Schlägerei anzetteln– solch ein Verhalten soll künftig nicht wieder vorkommen. Denn auch wenn die Stadt bereits im vergangenen Jahr viele Verbote mit hohen Geldbußen eingeführt hat, halten sich viele Urlauber nicht daran. B

ald soll deshalb der Zugang zur Piazza di Trevi reguliert werden, wie der römische Stadtrat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ANSA nun beschlossen hat. 

Die Stadtverwaltung hatte dafür zunächst einen Vorschlag erarbeitet. Dieser sieht unter anderem vor, einen Zaun um den Brunnen herum zu errichten. Besucher würden dann nicht mehr direkt an den Brunnen gelangen und nicht mehr die Möglichkeit bekommen, sich beispielsweise auf den Rand zu setzen. 

Besucherzahlen am Trevi-Brunnen sollen begrenzt werden

Außerdem soll nur eine bestimmte Zahl von Besuchern den Platz gleichzeitig betreten dürfen. Dafür sollen je ein bis zwei Polizisten die fünf Eingänge zum Platz kontrollieren. 

Ziel sei es auch, den Besuch des Brunnens für Besucher sicherer zu machen. Indem zukünftig weniger Gedränge auf dem Platz entsteht, sollen Taschendiebe kein leichtes Spiel mehr bekommen, und illegaler Handel vor dem Brunnen soll eingedämmt werden. Außerdem sollen die Maßnahmen den Brunnen vor Schäden schützen, das berichtet der „Lonely Planet“. 

Polizei kontrolliert beliebte Einkaufsstraßen

Auch andere Touristen-HotSpots in der Stadt sind von der neuen Regelung betroffen: An den beliebten Einkaufsstraßen Via des Corso, Via del Babuino und Via Condotti etwa soll es regelmäßige Patrouillen der Polizei geben. 

Bevor der Plan aber Realität wird, müssen Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi und die Stadtregierung noch ihr „Go“ geben. Bisher hatte die Stadt noch versucht, die Besuchermassen mit der Polizei in Zaum zu halten – jedoch mit eher mäßigem Erfolg: Viele Touristen pfeiffen auf die Verbote und versuchen sogar manchmal, im Brunnen zu baden.

Das Ziel der Stadt ist nun klar: „Die symbolischen Orte unserer Stadt müssen respektiert werden“, heißt es in der Erklärung – notfalls mit einem Zaun.