In den Départements Var und Alpes-Maritimes, in denen auch die Urlaubsorte Cannes, Nizza, Monaco und Saint-Tropez liegen, herrschte am Wochenende Ausnahmezustand. Am Samstag wurde für die Region die Warnstufe Rot ausgerufen.

Zahlreiche Straßen wurden aufgrund von Überschwemmungen gesperrt, darunter die Autobahn A8 zwischen Antibes und Villeneuve-Loubet. Bäche und Flüsse verwandelten sich durch die Regenfälle in reißende Fluten:

Auch der Zugverkehr an der Côte d’Azur war kurzzeitig lahmgelegt, wie „France Bleu“ berichtet. Hunderte Gebäude mussten evakuiert werden, Mehr als 1.000 Haushalte waren am Samstag ohne Strom. Starke Sturmböen hatten Bäume entwurzelt und Strommasten umgeweht. 

Überschwemmungen an der Côte d’Azur 

An der Küste sorgte das Unwetter für hohe Flutwellen, etwa in Nizza und in Villefranche-sur-Mer, wo dieses Twitter-Video aufgenommen wurde:  

In den Wassermassen kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Am Sonntagabend entdeckten Polizisten der Gendarmerie von Cannes die Leichen eines Ehepaares, das seit Samstagmittag als vermisst galt. Auf dem Weg zu ihrem Sohn in der Region Tanneron westlich von Cannes wurden sie in ihrem Auto von Wassermassen überrascht. Ein Mann in Cabasse wurde der Zeitung „Le Parisien“ zufolge ebenfalls tot in seinem Auto gefunden. 

Ein vierter Mann starb in Muy im Département Var. Er wurde mit zwei weiteren Personen von der Feuerwehr gerettet. Doch das Boot kenterte in den Wellen, der Mann konnte nicht aus den Fluten gerettet werden. Eine Person gilt derzeit noch als vermisst. 

Mittlerweile hat sich die Lage in den Regionen wieder beruhigt. Die Wetterlage wurde von Orange am Sonntag auf Gelb heruntergestuft.