Einreise nach China bald nur noch mit Fingerabdruck vor Abreise

Einreise nach China bald nur noch mit Fingerabdruck

Wer ab dem 16. Dezember ein Visum für China beantragt, muss noch vor dem Abflug seine Fingerabdrücke an einer Visa-Annahmestelle abgeben. Dadurch werden Reisen in die Volksrepublik noch komplizierter.

Digitaler Fingerabdruck
Reisende nach China müssen beim Visumsantrag künftig ihre Fingerabdrücke abgeben. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Science Photo Library/Sergii Iaremenko

Ab Montag, 16. Dezember 2019, müssen die Fingerabdrücke von allen erfasst werden, die einen Visumsantrag für China stellen. Das gilt für alle Personen zwischen 14 und 70 Jahren, mit Ausnahme von Diplomaten oder Personen, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre bereits ihre Fingerabdrücke abgegeben haben und seitdem keinen neuen Reisepass haben.

Das teilte das Chinese Visa Application Center – auf Deutsch auch als Chinesische Visa-Annahmestelle bezeichnet – jetzt mit. Außerdem sollen die Antragssteller künftig das Formular online ausfüllen und auf der Website vorab einen Termin vereinbaren. Als Gründe für die Erfassung der Fingerabdrücke nennt das Application Center lediglich „Gesetze und Bestimmungen in China“ sowie das „Prinzip der Gegenseitigkeit“. 

So beantragst du ein Visum für China

Chinesische Visa-Annahmestellen gibt es in Deutschland in den Städten Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Düsseldorf. Dort müssen Reisende ihren Visumsantrag für China mit einem Passfoto abgeben. Wer sein Visum und seinen Reisepass dort auch wieder abholt, zahlt eine Bearbeitungsgebühr von rund 125 Euro. Bei Zusendung mit der Post kommen noch einmal rund 35 Euro drauf.

An anderer Stelle werden die Einreisebedingungen nach China allerdings gelockert: Insgesamt 20 Städte in China können Urlauber ab Dezember als Transitaufenthalt maximal sechs Tage ohne Visum besuchen. Voraussetzung ist, dass die Reise danach in ein anderes Land weitergeht und du mit Flugtickets nachweisen kannst, dass China nur ein Zwischenstopp ist. 

Dem Auswärtigen Amt zufolge besteht allerdings die Gefahr, dass bei Einreise der visumsfreie Transitaufenthalt verweigert werden und Reisende an der Grenze zurückgewiesen werden könnten – ohne konkrete Begründung.

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