Nakhon Ratchasima – wo liegt dieser Zungenbrecher in Thailand? Vielleicht kennst du die Stadt als Khorat, dort, wo sich die Höhenzüge der gleichnamigen Hochebene über den Nordosten des Landes erstrecken. Wer in Bangkok ankommt, wird auf dem Weg dorthin einen Stopp in der historischen Stadt Ayutthaya einlegen wollen – die Ruinen der buddhistischen Tempel sind ein Anziehungspunkt für Touristen.

Und genau diese 252,2 Kilometer lange Strecke könntest du schon bald mit 250 Sachen im Zug bereisen. Der geplante Ausbau mehrerer Hochgeschwindigkeitsverbindungen soll sich nun konkretisiert haben, berichtet die „Bangkok Post“. Schon 2023 soll ein Zug zwischen Bangkok und Nakhon Ratchasima verkehren.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Bangkok an die Küste und nach Laos

Es ist nur eines von vielen Bauprojekten. Rund um Bangkok soll das Bahnnetz erweitert und modernisiert werden. Für Urlauber könnte auch diese Verbindung interessant werden: Sie führt von der Mega-City in die südöstliche Küstenstadt Pattaya – in nur 45 Minuten. Damit würden auch die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang miteinander verbunden. Die Strecke dauert aktuell mit dem Shuttlebus bis zu einer Stunde und soll auf 20 Minuten verkürzt werden.

Pattaya liegt an der östlichen Golfküste Thailands.

Für den Nordosten gibt es weitere Vorhaben, darunter eine Strecke von Nakhon Ratchasima nach Nong Khai an der Grenze zu Laos (355 Kilometer). Bei den Millionenprojekten, die 2023 und 2024 fertiggestellt werden sollen, arbeitet die thailändische Regierung mit China zusammen. Das ganz große Ziel ist ein Hochgeschwindigkeitszug von Thailand nach Kunming in China, womit die Volksrepublik die Pläne eines besser vernetzten Südostasiens vertiefen möchte („Belt and Road Inititiative“).

Ausbau des Bahnnetzes in Thailand ist umstritten

Während sich Thailand dadurch einen Aufschwung erhofft, hagelt es auch Kritik. Zum einen wird ein zu starker Einfluss Chinas befürchtet, zum anderen gebe es Meinungen, die den hochmodernen Zug für unpassend halten, berichtet der „Thaiger“. Das aktuelle Bahnnetz soll ausreichend sein. Jahrelang wurde über das Projekt gestritten, es soll dabei auch um erzwungene Landaneignung gehen und rund 3.000 Häuser, die der Strecke weichen müssten.