Ist dein Flug mit Easyjet ab sofort klimaneutral?

Ist dein Flug mit Easyjet ab sofort klimaneutral?

Als erste große Airline der Welt will Easyjet ab sofort sämtliche CO₂-Emissionen, die auf den eigenen Flügen entstehen, mit Investitionen in nachhaltige Projekte ausgleichen. Doch funktioniert das wirklich?

Easyjet-Flugzeug in Berlin.
Die Airline Easyjet will ab sofort ihren CO₂-Ausstoß mit Ausgleichszahlungen kompensieren. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Jürgen Ritter

Die Auswirkungen des Flugverkehrs auf das Klima sind bekannt, und eines steht fest: Die Abgase, die tonnenweise aus den Fliegern strömen, tun unserem Planeten nicht gut. Die Fluggesellschaft Easyjet will deshalb ab sofort für jeden Passagier eine Ausgleichszahlung leisten, um den Flug klimaneutral zu machen. Kritiker halten das aber für problematisch.

Easyjet zahlt CO2-Ausgleich für Passagiere

Die Kompensationszahlungen deines CO2-Ausstoßes beim Fliegen kannst du freiwillig leisten. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter und Websites, die versprechen, mit deinem Geld umweltfreundliche Energiequellen zu fördern oder Bäume zu pflanzen.

Die britische Fluggesellschaft Easyjet will diese Kompensation nun selbst in die Hand nehmen und begleicht ab sofort deine CO2-Rechnung. Pro Jahr rechnet die Airline mit dafür anfallenden Kosten von rund 29 Millionen Euro.

Mit dem Geld will Easyjet in Projekte investieren, die beispielsweise die Abholzung in großen Teilen Südamerikas und Afrikas verhindern sollen. Auch in Solarkraftwerke soll investiert werden, damit diese umweltschädlichere Kohlekraftwerke ablösen können, erklärt die Airline.

Kritik: CO2-Kompensation funktioniert nicht

Doch Forscher und Kritiker sehen einen Haken an den Ausgleichszahlungen. Denn auch wenn die Airline in erneuerbare Energien und eine Aufforstung investiere, geschehe der CO2-Ausstoß beim Fliegen trotzdem.

Die Folgen der schädlichen Gase seien nicht wieder umkehrbar, der Flug könne nicht im Nachhinein klimaneutral gemacht werden, so ein Professor der Universität von Manchester gegenüber der Website „Skift“.

Dessen sei sich Easyjet auch bewusst, habe momentan aber keine bessere Lösung parat. Um den Flugverkehr generell umweltfreundlicher zu gestalten, will die Airline in Zukunft mit dem Unternehmen Airbus zusammenarbeiten und gemeinsam nach alternativen Antriebsmöglichkeiten für Flugzeuge forschen.

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