7 deutsche Städte mit schöner Altstadt – aber ohne Massentourismus

7 Städte mit schöner Altstadt – aber ohne Touri-Massen

Zwischen Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Stadtmauern kannst du in vielen Altstädten in Deutschland über Kopfsteinpflaster flanieren. Sieben Geheimtipps jenseits von Heidelberg und Rothenburg.

Die Altstadt von Lüneburg in der Abenddämmerung.
Das Heide-Hauptstädtchen Lüneburg verzückt mit malerischer Altstadt.

Foto: imago images/Westend61

1. Rheda-Wiedenbrück, Nordrhein-Westfalen

Rheda-Wiedenwas? Das werden sich alle, die nicht gerade aus NRW kommen oder oft auf der A2 zwischen Hannover und dem Ruhrgebiet unterwegs sind, fragen. Rheda-Wiedenbrück ist eine kleine Stadt in Nordrhein-Westfalen. 47.300 Menschen leben dort. Und weil die Stadt ein Zusammenschluss der beiden Orte Rheda und Wiedenbrück ist, kannst du dort sogar durch zwei Altstädte schlendern. Erst 1970 wurden beide Orte zusammengeschlossen. 

Das Schloss Rheda, dessen Turm um 1180 erbaut wurde, und die Aegidiuskirche mit einem Querschiff von 1260 sind nur zwei Beweise dafür, dass du dort trotzdem jahrhundertealte Geschichte entdecken kannst. Mehr als 200 denkmalgeschützte Gebäude stehen in Rheda-Wiedenbrück, darunter mehrere Fachwerkhäuser. Das älteste ist mehr als 450 Jahre alt.

Die malerische Doppelaltstadt ist noch ein kleiner Geheimtipp: Nur knapp 73.000 Übernachtungen zählte der Ort 2015. Dadurch kommen auf einen Einwohner nur 1,5 Übernachtungen. 

2. Celle, Niedersachsen

Du liebst Fachwerkhäuser? Dann solltest du bald einen Städtetrip nach Celle planen. Rund 40 Kilometer nordöstlich von Hannover findest du das größte geschlossene Ensemble aus Fachwerkhäusern in Europa.

In der Altstadt steht außerdem das Celler Schloss, das neue Rathaus und das Hoppener Haus als eines der prächtigsten Fachwerkhäuser. Eng wird’s in den Gassen selten: bei rund 178.000 Einwohnern und 310.000 Übernachtungen im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: In Bamberg leben rund 100.000 weniger Menschen – und dort übernachten mehr als doppelt so viele wie in Celle.

3. Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern

Kleinste deutsche Landeshauptstadt, umgeben von einem Dutzend Seen und mit einem Schloss als Wahrzeichen – Schwerin ist facettenreicher, als du vermutlich denkst. Trotzdem ist dort der Tourismus verglichen mit dem restlichen Bundesland noch relativ unbedeutend. Zu unrecht!

2018 zählte die Stadt rund 353.000 Übernachtungen und damit nur etwas mehr als Celle. Bei mehreren Feuern im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Schweriner Altstadt fast vollständig zerstört, der Großteil entstand deshalb im 19. Jahrhundert. Ein Überbleibsel aus dem Mittelalter ist das kleine Kommodenhäuschen. Als Foto-Spot darf es auf deiner Tour durch die Altstadt nicht fehlen!

4. Lüneburg, Niedersachsen

Lüneburg trägt auch den Spiznamen „Rothenburg des Nordens“ – verzeichnet aber rund 160.000 Übernachtungen weniger im Jahr. Die historische Altstadt hat den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden – als eine von wenigen Altstädten in Norddeutschland. Giebel- und Fachwerkhäuser zeichnen ein authentisches Bild davon, wie Menschen hier schon vor mehreren Hundert Jahren lebten. 

Außerdem profitiert die Stadt von ihrer Lage an der Ilmenau und am Rande der Lüneburger Heide. Dadurch kannst du deinen Städtetrip perfekt mit Ausflügen in die Natur verbinden. Für Entspannung in der Stadt sorgen unter anderem der Kurpark und die Lüneburger Sole.

5. Erfurt, Thüringen

Auch nach dem Luther-Jahr 2017 lohnt ein Besuch in der Thüringer Landeshauptstadt. Dafür sorgen unter anderem die barocke Stadtfestung Zitadelle Petersberg, der Dom und die Krämerbrücke – übrigens die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke in Europa. Kein Wunder, dass die Erfurter Altstadt 2017 bei einem Ranking der 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland den zwölften Platz belegte. 

6. Nördlingen, Bayern

Von der Kleinstadt Nördlingen hast du vielleicht noch nie gehört. Warum sich das ändern sollte? Dafür spricht zum Beispiel die malerische Lage an der Romantischen Straße, einer der ältesten Ferienstraße in Deutschland. Nördlingen ist ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren. 

Außerdem kannst du in dem bayerischen Ort noch immer jeden Abend den Wächterruf „So, G’sell, so“ durch die Gassen schallen hören. Die Stadtmauer ist komplett begehbar. In der von ihr umschlossenen Altstadt kannst du zahlreiche Türme, Tore und mittelalterliche Bauwerke entdecken.

7. Alsfeld, Hessen

Im Herzen von Hessen liegt das beschauliche Alsfeld. Berühmt ist die Stadt vor allem für die Altstadt mit geschlossenen historischer Bebauung. Besonderes Wahrzeichen: das Fachwerk-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Direkt daneben liegen die Walpurgiskirche und das älteste Fachwerkhaus der Stadt von 1350.

Wer’s märchenhaft mag, kann in Alsfeld in die Welt der Brüder Grimm eintauchen. Dafür sorgen das Märchenhaus, Rotkäppchen-Aufführungen und Erlebnisführungen durch die Altstadt.

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