Um ihr Gepäck vor Diebstahl zu schützen, verschließen viele Reisende ihre Gepäckstücke vor dem Flug mit einem Schloss am Reißverschluss. Andere wollen damit verhindern, das der Koffer bei der Abfertigung aufgeht. Sie wählen ein Vorhängeschloss, das die Zipper am Reißverschluss zusammenhält. Ein dritter Grund ist, dass ein Schloss den Missbrauch des Gepäcks durch Schmuggler verhindern kann.

Trotzdem hat ein Flughafen-Mitarbeiter erklärt, dass die Extra-Sicherung am Koffer auch schnell nach hinten losgehen kann.

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Insider erklärt: Kofferschloss kann das Gegenteil bewirken

In einer Reddit-Umfrage erklärte der Mitarbeiter einer Gepäckabfertigung vor einigen Jahren, dass das Vorhängeschloss für viele Mitarbeitende ein Zeichen dafür sei, dass der Koffer genauer untersucht werden sollte – weil möglicherweise verbotene Gegenstände darin versteckt sein könnten.

Grundsätzlich durchläuft jedes Gepäckstück am Flughafen vor dem Abflug die Reisegepäckkontrolle – ob Handgepäck oder aufgegebene Koffer. Wenn auffällige Inhalte vermutet werden, müssen sie geöffnet werden. Die Identifikation eines solchen Gepäckstücks passiert nach Angaben des Frankfurter Flughafens durch Mitarbeitende der Luftsicherheitskontrolle, die auch für die Kontrolle des Handgepäcks zuständig sind.

Gepäckkontrolle am Flughafen.

Wenn ein Koffer geöffnet werden muss, werden aber in der Regel Drittanbieter wie Sicherheitsfirmen, die für die Fluggesellschaft oder den Flughafen arbeiten, hinzugezogen. Im Zweifelsfall müssen diese dann das Schloss aufbrechen.

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Den Koffer richtig sichern

Was also tun? Wer unbedingt eine Extra-Sicherung verwenden will, sollte ausschließlich genormte TSA-Schlösser mit Zahlenkombination verwenden. Diese sind an vielen modernen Koffern ohnehin bereits angebracht.

Diese Sicherungen wurden eigens für Flugreisen entwickelt und lassen sich mit entsprechendem Werkzeug ohne Beschädigung öffnen. Der TSA-Standard ist vor allem in den USA verbreitet – kommt aber auch in anderen Ländern wie Deutschland zum Einsatz. 

Entscheidend ist auch, richtig zu packen, damit erst gar keine verdächtigen Gegenstände im Koffer ausgemacht werden. Oftmals seien es Akkus, Powerbanks und E‑Zigaretten, die für die Öffnung von Reisegepäck sorgen, so der Frankfurter Flughafen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Diese Dinge gehörten ins Handgepäck, Streichhölzer oder Feuerzeug müssen sogar am Körper transportiert werden, zum Beispiel in der Hosentasche. Waffen jeder Art müssen angemeldet werden, Gefahrgüter wie Campinggas-Kartuschen oder Feuerwerkskörper dürfen gar nicht mitgenommen werden – weder im Handgepäck noch im aufgegebenen Koffer.

Übrigens: Wer seinen Koffer nur vor dem Aufspringen sichern will, kann auch ein einfaches Band verwenden, dass um das Gepäckstück geschnallt wird und ebenfalls verhindert, dass sich dieser versehentlich öffnet.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im November 2019. Wir haben ihn im Oktober 2021 aktualisiert.