Die Wanderrouten auf Mallorca sind traumhaft. Berge, Täler, kleine Dörfer und wunderschöne Buchten locken jedes Jahr etliche Touristen auf die Insel. Doch die idyllischen Pfade der Insel werden von Tausenden Eindringlingen heimgesucht: Eingeschleppte Schlangen vermehren sich seit Jahren.

Bissige Schlangen auf Mallorca

Die Treppen- und Hufeisennattern können knapp zwei Meter lang werden. Beide Arten sind auf der Baleareninsel nicht heimisch, sondern wurden eingeschleppt. Vermutlich versteckten sich die Reptilien in hohlen Olivenbaumstämmen, die per Schiff auf die Insel kamen, berichtet das „Mallorca Magazin“.

Treppennatter.
Die Treppennatter ist auf Mallorca zur Plage geworden. Foto: imago images/blickwinkel

Die beiden Arten sind zwar nicht giftig, sorgen aber allein durch ihre Größe für einen ordentlichen Schrecken. Zudem gilt die Hufeisennatter als besonders aggressiv und leicht reizbar. Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie zubeißen.

Der Biss der Natter ist dabei nicht nur schmerzhaft, sondern kann sich auch entzünden und für echte gesundheitliche Probleme sorgen.

Kampf gegen die Schlangen auf Mallorca ist verloren

Das größte Problem mit den Nattern auf Mallorca: Sie können nicht mehr bekämpft werden, so der Tierschutzchef des balearischen Umweltministeriums gegenüber der lokalen Zeitung. Die Reptilien hätten sich so schnell vermehrt, dass eine Ausrottung der invasiven Art nicht mehr möglich sei.

Die Hufeisen- und Treppennattern kommen hauptsächlich in Es Pla vor, einer großen Ebene in der Inselmitte. Doch auch in Dörfern und auf öffentlichen Plätzen werden die Tiere immer wieder gesichtet.

Mallorca ist übrigens nicht die einzige Insel mit einem Schlangen-Problem. Gran Canaria kämpft mit einer Plage von Kalifornischen Kettennattern, die das Ökosystem der Insel gefährdet.