1. Informiere dich über erlaubte Maße des Handgepäcks

Wissen ist Macht, das gilt auch in Sachen Handgepäck. Bevor es daran geht, das Handgepäcksstück schlau zu packen, solltest du einen Blick auf die Regelungen der Airline werfen, die du gebucht hast. Laut IATA, dem Weltluftfahrtverband, darf das Handgepäckstück 55 Zentimeter hoch, 35 Zentimeter breit und 20 Zentimeter tief sein. Das ist allerdings nur eine Richtlinie, mit der die Airlines manchmal spielen, deshalb schau dir dein Ticket vorab genau an. 

2. Investiere in leichtes Handgepäck

Viele denken beim Kofferpacken nur an die Größe, dabei spielt das Gewicht eine genauso große Rolle. Beim Gewicht des Handgepäcks hast du meist einen Spielraum von acht bis zehn Kilo. Besonders wichtig: Das Eigengewicht deines Gepäckstücks spielt eine große Rolle.

Wenn dein Koffer schon drei Kilo wiegt, verlierst du eine Menge Spielraum. Wer also häufig mit Handgepäck reist, sollte sich unbedingt ein Gepäckstück zulegen, das wenig wiegt, damit der Inhalt schwerer sein darf.

3. Checke immer online ein

Wer online eincheckt, spart nicht nur Zeit, sondern entgeht auch dem ein oder anderen wachsamen Auge, das das Handgepäck kontrolliert. Das ist von Vorteil, wenn das Handgepäck doch mal ein bisschen mehr als zehn Kilo wiegt. Wenn man seine Reisetasche ganz easy trägt oder den Rucksack lässig über der Schulter wirft, kommen erst gar keine Gedanken auf, dass man die Gewichtsgrenze überschritten haben könnte.

4. Kenne die Spielregeln der Airlines

Schau dir bei der Buchung deines Fluges genau an, welche Spielregeln und Möglichkeiten die Airline anbietet. Selbst der günstigste Billigflieger bietet Service für seine Passagiere an, der deine Reise mit Handgepäck erleichtern kann, ohne dass du zu tief in die Tasche greifen muss.

Gibt es die Option des Priority Boarding, solltest du zuschlagen. Das kostet nicht die Welt, bietet aber einen entscheidenden Vorteil: Die Gepäckgrenze ist meist flexibler. Ryanair und Wizz Air haben beispielsweise ihre Spielregeln geändert und erlauben mittlerweile nur noch eine kleine Tasche an Board.

Mit Priority ist aber eine zweite Tasche mit den Maßen 55 Zentimeter mal 40 Zentimeter mal 20 Zentimeter erlaubt. Und: Du gehst mit den ersten Passagieren an Bord, was dir das Tetris-Spielen in den vollen Gepäckfächern erspart.

5. Packe mit System

Wer mit Handgepäck reist, muss zuallererst lernen, eine wichtige Sache zu unterscheiden: Nice-to-have von Must-have. Denn ein Profi weiß ganz genau, dass „Vielleicht“-Teile immer ungetragen zurück nach Hause kommen.

Die Regel ist ganz einfach: Alles muss seinen Platz im Gepäck verdienen, indem es regelmäßig zum Einsatz kommt. Lege dir beim Packen also alle Teile zurecht, die du gerne mitnehmen würdest – und sortiere dann jene Stücke aus, die wirklich nur nice to have wären.

Ordnung zahlt sich aus: Wer Klamotten rollt und nach Schwere sortiert, spart Platz.

6. Packe platzsparend

Es sind nur wenige kleine Kniffe, die dafür sorgen, dass mehr in das Handgepäck reinpasst. Klamotten werden gerollt statt gefaltet – das spart Platz und hält sie knitterfrei. Leerräume werden genutzt, indem du beispielsweise Socken in Schuhe oder den Bikini in den Strandhut stopfst.

Deinen Kulturbeutel musst du generell minimalistisch halten, das schreibt schon die Flüssigkeiten-Regelung an Bord vor. Hier setzt du am besten auf Mini-Größen beziehungsweise auf Alternativen: Eine Haarseife muss beispielsweise nicht in den Flüssigkeitenbeutel, und für ein paar Tage genügt auch ein kleines Stück der Seife.

7. Trage schwere Klamotten am Körper

Ob dicke Jacke oder sperrige Turnschuhe: Alles, was im Koffer Platz wegnimmt und schwer ist, solltest du während dem Flug am Körper tragen. Geht es in wärmere Regionen, sind das die Turnschuhe und der Notfall-Pulli, die im Koffer mehr Platz für anderes lassen. 

Hier geht es auch nicht immer darum, die Teile anzuziehen, sondern beispielsweise umzubinden, eben damit im Handgepäck mehr Platz ist. Generell ist es sinnvoll, auch auf Stoffe zu achten: Je dicker und schwerer manche Teile sind, umso voller wird der Koffer. Für Handgepäckreisende ist daher das Zwiebelprinzip mit dünneren und leichteren Teilen am besten geeignet.