Dank der Etiketten an den Koffern lässt sich jedes Gepäckstück problemlos identifizieren. Das ist besonders hilfreich, wenn der Koffer unterwegs verloren geht und wiedergefunden werden muss. Ein einfacher Scan des Strichcodes auf den Klebezetteln genügt, um das Gepäck dem richtigen Passagier zuzuordnen. Doch was passiert, wenn das Etikett unterwegs abgeht? Eine neue Technologie könnte die Lösung für das Problem sein.

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Schluss mit Koffer-Etiketten am Flughafen?

Sollte das Gepäck-Etikett wirklich abfallen, muss die Zuordnung des Koffers von den Mitarbeitern übernommen werden. Dafür brauchen sie jedoch genaue Angaben des Passagiers über Marke, Farbe, Größe und Inhalt seines Gepäcks. Ein mühseliger und zeitaufwendiger Prozess.

Am Flughafen bekommt jeder Koffer beim Check-in ein Etikett.

Um diesen Vorgang zu beschleunigen, stellte die US-Firma Alitheon jetzt während einer Luftfahrtkonferenz in Lissabon eine neue Technologie vor.

Mithilfe eines extrem detailreichen Scans soll jeder eingecheckte Koffer im System gespeichert werden und im Falle des Verlusts problemlos anhand Tausender Merkmale wiedergefunden werden, berichtet das Branchenmagazin „Aerotelegraph“.

Koffer werden gescannt

Der Koffer-Scanner könnte Hunderttausende Punkte des Gepäckstücks erfassen und sie in einem kleinen Datensatz sammeln. Beim Verlust müssten die infrage kommenden Koffer dann nur noch durch den Scanner geschickt werden und das vermisste Gepäckstück könnte schnell identifiziert werden.

Die Technologie funktioniere sogar, wenn der Koffer beim Transport beschädigt wurde. Selbst mit Säure verätzte Gepäckstücke habe das Verfahren namens „Feature Print“ wiedererkannt. Aktuell testet Alitheon das System zusammen mit einer großen Airline aus den USA.