Für 1 Minute: Menschen stehen für Infinity-Room in New York Schlange

New York: Warum es um diesen Infinity-Room einen Hype gibt

Es ist kaum mit dem Auge zu erfassen, wo das Lichtermeer im Infinity Mirror Room beginnt und wo es aufhört. Die Ausstellungen von Yayoi Kusama werden extrem gehypt – in New York warten Besucher stundenlang.

Surreal: Die Infinity-Räume können dank der LED-Lichter komplett die Szenerie wechseln. Durch die Reflexion in den Spiegeln entsteht die Illusion eines unendlichen Raumes.
Surreal: Die Infinity-Räume können dank der LED-Lichter komplett die Szenerie wechseln. Durch die Reflexion in den Spiegeln entsteht die Illusion eines unendlichen Raumes.

Foto: imago images / Xinhua

Dieses Spiegelkabinett hat nichts mit dem auf der Kirmes in deiner Heimatstadt oder deinem Heimatdorf zu tun: Die brandneue Ausstellung der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama zieht aktuell Menschen in New York in ihren Bann.

Vor der David Zwirner Gallery, einem von außen recht unscheinbar anmutenden Museum des gleichnamigen Deutsch-Amerikaners, ist in den vergangenen Tagen extrem viel los.

Intagram-Hype um Kusama-Kunst: Infinity Mirror Room in New York

Unter dem Titel „Every Day I Pray for Love“ (zu Deutsch: Jeden Tag bete ich für die Liebe) hat die 90-jährige Künstlerin in den Hallen des Museums eine ihrer weltbekannten Licht- und Spiegelinstallationen aufgebaut. Auf Instagram werden ihre Unendlichkeitsräume besonders von jungen Menschen gefeiert.

Und genau die zieht es aktuell in die neueste Kusama-Austellung, denn anders als bei renommierten Künstlern sind nicht nur Kenner und Wohlhabende eingeladen: Der Eintritt ist frei!

Bis zu zwei Stunden Wartezeit für Infinity-Raum in New York – für eine Minute Besuch

Kein Wunder also, dass die Wartezeit teilweise bis zu zwei Stunden beträgt, wie das Museum selbst informiert. Damit der Andrang bewältigt werden kann, mussten die Organisatoren den Aufenthalt in dem Infinity Mirror Room zeitlich begrenzen. Nur 60 Sekunden lang sollen Gäste in das Lichtermeer eintauchen können. Es empfiehlt sich, unter der Woche am Morgen zu kommen – auf Twitter werden Interessierte auf den aktuellsten Stand gebracht.

Farbenfroh und markant geht es auch im Rest der Ausstellung zu: Yayoi Kusama ist auch für ihre „Polka Dots“ bekannt; in der Galerie stehen deshalb weitere Gemälde und Skulpturen der Japanerin, die New York viele Jahre zu ihrer Wahlheimat auserkoren hatte.

Unendlichkeitsraum mit Polka Dots von Yayoi Kusama in Los Angeles.
Mittlerweile ist Yayoi Kusama wieder nach Japan zurückgekehrt, wo sie ein eigenes kleines Museum betreibt. Eines ihrer Markenzeichen, die „Polka Dots“, also farbige Punkte, gibt es bei Einzelausstellungen wie hier in Los Angeles weltweit zu sehen. Foto: imago images/Xinhua
Ist dir zu weit? Dann streich dir den 4. September 2020 rot im Kalender an. Dann kommt Kusamas Kunst samt neuem Infinity-Room nach Berlin in den Martin-Gropius-Bau

Yayoi Kusama: „Every Day I Pray for Love“ | 9. November bis 14. Dezember 2019 | Adresse: David Zwirner Gallery, 537 West 20th Street, New York | Öffnunsgzeiten: 10 Uhr bis 18 Uhr täglich | Eintritt: frei

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