Travel Risk Map enthüllt die gefährlichsten Reiseziele 2020

Travel Risk Map enthüllt die gefährlichsten Reiseziele 2020

Es gibt Länder, in die sollten wir im Jahr 2020 lieber nicht reisen – weil es zu gefährlich ist. An anderen Zielen können sich Urlauber hingegen sehr sicher fühlen. Die „Travel Risk Map“ zeigt, wo Risiken hoch sind.

Politische Gewalt, Terrorismus und soziale Unruhen beeinflussen die Reisesicherheit.
Politische Gewalt, Terrorismus und soziale Unruhen beeinflussen die Reisesicherheit.

Foto: Travel Risk Map (Screenshot)

Die gefühlte (Un-)Sicherheit reist bei vielen Menschen immer mit. In vielen Köpfen wird die Welt immer unsicherer – politische Unruhen, Terror, Umweltkatastrophen, Krankheiten. Und tatsächlich gibt es einige Ziele, die Touristen von ihrer Reise-Bucket-List streichen sollten.

Welches die sichersten und die gefährlichsten Reiseziele für das Jahr 2020 sind, zeigt die „Travel Risk Map“: Sie bietet einen Überblick über Sicherheit, gesundheitliche Risiken und Verkehrssicherheit in allen Ländern der Welt. 

„Travel Risk Map“: Das sind die größten Reiserisiken im Jahr 2020

Herausgegeben wird die interaktive Karte vom Reisesicherheitsspezialisten International SOS. Er sieht insgesamt Verschlechterungen für 2020: Weltweit zunehmen würden unter anderem geopolitische Verschiebungen, Cyberkriminalität, Umweltkatastrophen und Infektionskrankheiten.

„Instabilität, Unvorhersehbarkeit, schneller Wandel und Eskalation sind die Schlüsselmerkmale vieler Vorfälle in unserer modernen Welt“, sagt Martin Bauer, Regional Security Manager Deutschland und Österreich bei International SOS. 

Die Ergebnisse für die „Travel Risk Map“ basieren auf einer Analyse aus dem laufenden Jahr 2019 sowie einer Prognose für 2020. Sie ist zwar in erster Linie für Geschäftsreisende gedacht, bietet aber auch Orientierung für deine Urlaubsplanung 2020. 

Gefährliche Reiseziele: Hier lauern die größten Sicherheitsrisiken

Für die Einschätzung des Reisesicherheitsrisikos wurden die Faktoren politische Gewalt (einschließlich Terrorismus, Aufstand, politisch motivierte Unruhen und Krieg), soziale Unruhen (einschließlich konfessionell bedingter, kommunaler und ethnischer Gewalt) sowie Gewalt- und Kleinkriminalität berücksichtigt. 

Gefährlicher als im laufenden Jahr werden Reisen 2020 in Regionen beziehungsweise Städte in Burkina Faso, Kongo, Libyen, Kongo, Mosambik in Afrika sowie Belize und Honduras in Mittelamerika risikoreicher, so die Experten. Weniger gefährlich werden Reisen nach Nicaragua und Teile Mexikos, hier wurde das Sicherheitsrisiko auf mittel heruntergestuft.

Sehr gefährlich, weil das Sicherheitsrisiko extrem hoch ist, ist es demnach in diesen Ländern: Afghanistan, rund um die Grenze zwischen Ägypten und Israel sowie im Gazastreifen, in Teilen der Demokratischen Republik Kongo, in Teilen des Irak, in Libyen, in Mali, in Teilen Nigerias, in Teilen Pakistans, in Somalia, im Südsudan, in Syrien, in Teilen der Ukraine (um Donezk an der Grenze zu Russland), in der Zentralafrikanischen Republik.

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In folgenden Ländern ist das Sicherheitsrisiko zumindest in einigen Regionen hoch: Algerien, Äthiopien, Demokratische Republik Kongo, El Salvador, Haiti, Honduras, Indien, Kenia, Kolumbien, Mauretanien, Mexiko, Myanmar, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Pakistan, Papua-Neuguinea, Philippinen, Venezuela.

In diesen Ländern ist der Urlaub sicher

Absolut ungefährlich ist der Urlaub nur in elf Ländern, alle befinden sich in Europa und Ozeanien: Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Luxemburg, die Marshallinseln, Norwegen, Palau, Schweiz, Slowenien und Tuvalu.

An diesen Reisezielen ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig, es gibt weder nennenswerte politische Gewalt noch soziale Unruhen oder gezielte Gewalt gegen Ausländer. Die Sicherheits- und Rettungsdienste arbeiten effektiv und die Infrastruktur ist solide.

So funktioniert die „Travel Risk Map“

Du willst die Karte selbst nutzen, um zu erfahren, wie sicher es an deinem (Wunsch-)Reiseziel ist? Dann gib einfach den Namen des Landes ein und du erhältst detaillierte Infos.

Die Sicherheitsrisiken werden den Experten zufolge im Jahr 2020 häufiger zu Änderungen im Reiseverlauf führen. In Bezug auf den Faktor Sicherheitsbedrohungen befürchten sie, dass die Wahrscheinlichkeit bei 68 Prozent liegt, dass deshalb eine Reise umgebucht oder abgesagt werden muss. Das ist ein Anstieg um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei zivilen Unruhen rechnen die Experten mit einem Anstieg um 14 Punkte auf 52 Prozent. Der Faktor geopolitische Unruhen steigt demnach auf 52 Prozent (plus 20), Naturkatastrophen auf 51 Prozent (plus 15). 

In vielen afrikanischen Ländern gibt es extrem hohe gesundheitliche Risiken.
In vielen afrikanischen Ländern gibt es extrem hohe gesundheitliche Risiken. Foto: Travel Risk Map (Screenshot)

So hoch ist das gesundheitliche Risiko auf Reisen

Die „Travel Risk Map“ zeigt auch auf, wie hoch die gesundheitlichen Risiken in den Ländern weltweit sind. Dafür wurden unter anderem folgende Faktoren analysiert: Infektionskrankheiten, Umweltfaktoren, der Standard der medizinischen Notfallversorgung, Zugang zu hochwertigen Arzneimitteln sowie kulturelle, sprachliche und administrative Barrieren.

Das Gesundheitsrisiko ist besonders in Afrika extrem hoch, nämlich in diesen Ländern: Burkina Faso, Burundi, Eritrea, Guinea, Guinea-Bissau, Libyen, Liberia, Niger, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Zentralafrikanische Republik. Außerdem extrem hoch ist es in Afghanistan, im Jemen, im Irak, in Haiti, in Nordkorea, in Syrien und in Venezuela.

Verkehrssicherheit: Besonders viele Tote in Afrika

In Sachen Verkehrssicherheit steht besonders Afrika schlecht da. Statistisch gesehen sterben auf dem Kontinent nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich pro 100.000 Einwohner 26,6 Menschen bei Verkehrsunfällen, so viele wie auf keinem anderen Kontinent.

Die Sterblichkeitsrate bei Verkehrsunfällen ist vor allem in vielen Teilen Afrikas sehr hoch.
Die Sterblichkeitsrate bei Verkehrsunfällen ist vor allem in vielen Teilen Afrikas sehr hoch. Foto: Travel Risk Map (Screenshot)

In folgenden afrikanischen Ländern sind es statistisch gesehen mehr als 25: Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Eswatini, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Lesotho, Libyen, Kamerun, Kenia, Komoren, Kongo, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Ruanda, Simbabwe, Somalia, Sudan, Südsudan, Tansania, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

Ebenso hoch ist die Sterblichkeitsrate in Bezug auf Verkehrsunfälle in Belize, in der Dominikanischen Republik, in Thailand, Vietnam, Saudi-Arabien und Venezuela.

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