Babysitter für den Flug: „AirPair“ soll Familien helfen

Babysitter für den Flug: Plattform soll Familien helfen

Eine Dating-Plattform der etwas anderen Art: Familien können sich auf einem Flug mit Babysittern oder Au-pairs matchen – und so Energie tanken, während die Kinder von der Teilzeit-Nanny bespaßt werden.

Eine Frau deckt Kinder im Flugzeug zu.
Der Gang zur Toilette, Hilfe beim Essen oder Spielkumpane – allein reisende Eltern müssen sich förmlich zerteilen, wenn sie mit ihren Kindern fliegen. Eine Plattform soll helfen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Science Photo Library

Egal ob jung, alt, Schüler, Student – der Erfolgsgarant für dein Match ist, ein Händchen für Kinder zu haben. Auf der Seite „AirPair“ sollen keine einsamen Herzen zueinanderfinden, sondern Eltern zumindest für den Flug vom alltäglichen Wahnsinn mit Kindern vorübergehend entlastet werden.

Zu den Eigenschaften, die dir zu einem Wisch nach rechts – also quasi zu einem Date – verhelfen können, gehören unter anderem: verantwortungsbewusst, stresserpeprobt, verspielt, kinderlieb.

Flug-Match: Familien und Babysitter werden über Plattform zusammengebracht

Einen Mindestlohn gibt es nicht, trotzdem kannst du ein Gehalt oder eine andere Gegenleistung als Bezahlung vorab festlegen. Interesse? So funktioniert’s: Geh auf die Website und wähle zwischen den Optionen „Ich brauche Hilfe“ oder „Anmelden als Sitter“ aus. Gib deine Flüge ein – darauf basierend wird nach einem passenden Match gesucht.

Manche mögen nun den Kopf schütteln – Reisen mit Kindern sollten Eltern doch wohl gewuppt bekommen. Doch unter Umständen kann das Flug-Au-pair sowohl für Kinder als auch die Erwachsenen ein wahrer Segen sein. Übrigens auch für andere Mitreisende, die von quängelnden Kindern an Bord schnell genervt sind.

Nanny-Service bislang nur für Flüge zwischen USA und Israel verfügbar

Die Idee stammt von einer Mutter, Alana Rubin aus New York, die zwischen dem „Big Apple“ und Israel pendelt, um ihren Bruder zu besuchen. Allein und nach der Geburt des zweiten Kindes hätte sie das „unter keinen Umständen“ weiterhin geschafft, erzählte sie der Zeitung „The Times of Israel“. Wenn es nur einen Babysitter lediglich für den Flug gäbe… Und voilà, war ihre Idee für „AirPair“ geboren. 

Aktuell funktioniert der Service aufgrund ihrer Verbindungen zu beiden Ländern aber nur auf Flügen zwischen den USA und Israel. Alanas Wunsch: international den Service ermöglichen. Mehr als 1.000 Menschen sollen sich bereits angemeldet haben. Darunter sogar eine 94-Jährige, die den Holocaust überlebte, wie Macherin Alana ausplauderte. So wird der Flug für den interessierten Nachwuchs vielleicht sogar zur Geschichtsstunde.

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