Nur ein schmales Fenster trennt uns auf einem Flug vor Extrembedingungen: In gut 10.000 Metern Höhe rast ein Flugzeug mit Hunderten Stundenkilometern durch die Luft. In dieser Höhe herrschen Temperaturen von bis zu minus 60 Grad, enormer Außendruck und geringer Sauerstoffgehalt würden wohl bei einem Defekt den sicheren Tod bedeuten.

Flugzeugfenster gerissen – Passagier besorgt

Ziemlich besorgt zeigte sich deshalb Passagier Hariharan Sankaran, als er einen Riss an seinem Fenster entdeckte. Gebucht hatte er einen Fensterplatz in der Spicejet-Maschine von Mumbai nach Delhi. Für ihn sah es so aus, als hätte man das gesprungene Fenster nur mit Klebeband notdürftig geflickt. Er fragte Airline und Community deshalb: „Ist das nicht ein riesiges Sicherheitsproblem?“

Zunächst eine recht schwammige Antwort von der Fluggesellschaft: Bei Sicherheit gehe Spicejet keine Kompromisse ein, man würde die Frage an den zuständigen Verantwortlichen übermitteln. Hariharan entgegnete: „Wenn es mit Tape abgeklebt wurde, dann muss ja jemand zuvor darauf aufmerksam geworden sein.“

Unverständnis bei anderen Twitter-Usern: „Ihr habt die Sicherheit aller Passagiere in diesem Flugzeug riskiert!“, prangert „sarang1921“ an, Sriram geht noch weiter und fordert: „Lasst den Flieger am Boden. Wenn irgendwas passiert, dann ist Spicejet komplett dafür verantwortlich, trotz Warnung.“

Entwarnung von Airline: Kaputte Fensterscheibe ungefährlich

Doch offenbar hob Flug SG8152 am vergangenen Dienstag planmäßig ab, wie die Trackingdaten zeigen. Aufklärung gab es seitens der Fluggesellschaft unter dem Tweet erst am nächsten Tag: „Wir möchten euch informieren, dass der Riss an der inneren Glasscheibe war und am selben Tag noch repariert wurde. Die Funktion der inneren Scheibe ist es, das eigentliche Fenster vor Kratzern zu schützen. Die Innenscheibe trägt keine strukturellen Druckbelastungen.“

Obwohl die Airline absolute Sicherheit garantierte, erinnert ein Vorfall bei Southwest an die fatalen Konsequenzen, die ein kaputtes Fenster zur Folge haben könnte. In Flughöhe explodierte ein Triebwerk, die weggeschleuderten Trümmer schlugen in die Fenster ein. Rasant fiel der Druck in der Kabine ab, eine Passagierin wurde sogar beinahe aus dem Flugzeug gesogen