Chinas Glasbrücken locken viele Besucher ins Reich der Mitte – auch in entlegenere Regionen. Bei Touristen sind die gläsernen Attraktionen besonders beliebt, weil sie beim Überqueren die Landschaften neben und unter sich (fast) ohne Einschränkungen bewundern können. Außerdem gelten die Brücken als außergewöhnliche Fotomotive und sind beliebte Selfie-Spots.

Weil die Nachfrage in den letzten Jahren so groß war, wurden in kurzer Zeit viele neue Glasbrücken gebaut – mittlerweile gibt es allein in China rund 2.300 (!) Stück. Doch eine Serie von Unfällen hat nun dazu geführt, dass die Sicherheitsbedenken größer werden.

Die Glasbrücke über dem Hongyagu-Tal.
Nichts für schwache Nerven: Die Glasbrücke über dem Hongyagu-Tal hängt in 488 Metern Höhe. Foto: imago images/VCG

Zuletzt gab es sechs Verletzte und zwei Tote. Darunter ein Mann, der bei Regen auf einer nassen Glasbrücke in Guangxi ausgerutscht und auf den Kopf gefallen sein soll. An den schweren Kopfverletzungen sei er dann gestorben, wie die australische Rundfunkanstalt „ABC“ berichtet. 

Hebei in China sperrt 32 Glasbrücken 

Die Glasbrücken sollen mehr Touristen nach China bringen, aber Sicherheit sei die oberste Priorität. Die chinesische Regierung habe deshalb die Behörden beauftragt, umfassende Sicherheitskontrollen an den Brücken durchzuführen, erklärt der chinesische Fernsehsender „CGTN“.

Die Region Hebei im Nordosten Chinas zieht die Konsequenzen aus den Unfällen und schließt alle 32 Glasbrücken, darunter auch die weltberühmte Hongyagu-Tal-Brücke, die vor Kurzem noch die längste der Welt war. In den kommenden zehn Monaten sind die gläsernen Übergänge für Besucher tabu.