Einmal die „Big Five“ entdecken und Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden ganz nahe sehen? Der Traum vom großen Safari-Abenteuer wird in vielen Ländern der Welt real, ganz egal ob du eine geführte Tour buchst oder als Selbstfahrer durch einen Nationalpark cruist.

Klar ist aber bei aller Sehnsucht nach spannenden Tiermomenten auch, dass gute Vorbereitung alles ist – und es No-Gos gibt, die du dir zu Herzen nehmen solltest. Welche? Wir nennen dir neun Dinge, die du nie auf einer Safari machen darfst.

1. Du hältst zu wenig Abstand zu den Wildtieren

So faszinierend die „Big Five“ auch sind, so gefährlich können sie auch sein. Unterschätze auf Safari nie die Gefahr, die von den wilden Tieren ausgeht. Elefanten, Nashörner oder Flusspferde sind große und kräftige Tiere und definitiv stärker als ein Auto. Fährst du zu nah an sie heran, können sie sich bedroht fühlen, deshalb lautet die erste Regel: Halte Abstand zu den Wildtieren!

Tipp: Sollte eine Herde auf dich zukommen, lege den Rückwärtsgang ein und weiche langsam zurück. Vorsicht auch bei Tierbabys. Tierfamilien mit Neugeborenen sind zwar süß und ein tolles Fotomotiv, aber auch eine Gefahr. Elterntiere können aggressiv reagieren, wenn du ihnen zu nahe kommst, daher solltest du sie immer umfahren.

Jedem Tier solltest du mit Respekt begegnen, doch bei Nashörnern solltest du besonders vorsichtig sein und genügend Sicherheitsabstand bewahren – selbst im vermeintlich sicheren Wagenn

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2. Du steigst aus dem Jeep

Ganz egal ob bei einer Tour oder als Selbstfahrer: Es ist ein absolutes No-Go, auf einer Safari aus dem Auto zu steigen. Denn auch wenn du gerade keine Tiere sehen solltest: Du bist in der Wildnis und somit potenzielle Beute für Raubtiere. Bleibe deshalb immer im Schutze deines Mietwagens. Das heißt auch: Lass deine Arme nicht aus dem Fenster hängen oder posiere auf oder neben dem Auto für das perfekte Safari-Foto.

Auf vier Rädern die Wildnis erleben: Das geht in geführten Touren, oder aber du setzt dich selbst ans Steuer. Beachte dabei nur diese goldenen Regeln.

3. Du trägst die falsche Kleidung

Im Prinzip gibt es keinen Dresscode auf Safari, allerdings kann die falsche Farbe von Kleidung durchaus störend sein. Es ist kein Zufall, dass man Safarikleidung mit den Farben Beige, Khaki und Braun assoziiert. Dunkle Farben ziehen Moskitos an, was in Malariagebieten echt nervig und gefährlich sein kann.

Weiß wiederum wird schnell schmutzig, da es auf einer Safari durchaus staubig zugehen kann. Auch knallige Farben solltest du vermeiden: Je unauffälliger das Outfit, desto weniger werden die Tiere gestört.

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4. Du hältst dich nicht an die Verkehrsregeln

Auch wenn du durch die Wildnis fährst und oftmals keine anderen Autos erspähst, gibt es in Nationalparks Geschwindigkeitsvorschriften. Meist ist die Höchstgrenze 40 Stundenkilometer, du solltest aber ohnehin langsamer fahren, um Tiere zu entdecken.

Ein guter Richtwert sind 20 bis 25 Stundenkilometer. Halte dich unbedingt an das Tempolimit, denn ein Verstoß kann teuer werden. Wichtig ist auch, dass du die markierten Straßen nie verlässt; die gibt es nämlich nicht ohne Grund. Wer Off-Road fährt, riskiert nicht nur Strafen, sondern begibt sich auch in Gefahr. Merke: Tiere haben immer Vorfahrt!

5. Du bist zu ungeduldig

Mit dem Jeep durch den Nationalpark brettern und schnell die „Big Five“ abhaken? Bitte nicht. Auf Safari ist Geduld die beste Zutat. Tiere kannst du nicht hetzen, immerhin bist du in der Wildnis und nicht im Zoo. Nimm dir genug Zeit und rechne damit, dass du vor allem anfangs keine Tiere sehen wirst.

Deine Augen müssen sich erst daran gewöhnen, die Tiere zu entdecken. Hilfreich kann auch ein Fernglas sein. Achte auch auf Spuren. Oft siehst du Fußspuren auf dem Boden. Tipp: Wenn du in der Ferne mehrere Autos erspähst, stehen die Chancen gut, dass die Insassen etwas entdeckt haben. Viele Nationalparks führen Listen, in denen vermerkt wird, wann welche Tiere wo das letzte Mal gesichtet wurden. 

In den Nationalparks begegnest du auf den gängigen Straßen auch anderen – vielleicht ja sogar ein Hinweis auf eine gute Stelle für Tiersichtungen.

6. Du hast die Öffnungszeiten nicht auf dem Schirm

Nationalparks haben strikte Öffnungszeiten, die du unbedingt beachten musst. Vor allem, wenn du am Nachmittag unterwegs bist, musst du auf dem Schirm haben, wann der Park wieder schließt. Kalkuliere unbedingt auch die Rückfahrt ein.

Kartenmaterial mit Kilometerangaben bekommst du vor dem Start in den Besucherzentren der Nationalparks. Nach den offiziellen Öffnungszeiten auf dem Gelände zu bleiben kann unangenehm werden, denn solltest du den Park zu spät verlassen, drohen hohe Geldstrafen.

7. Du willst die Tiere auf dich aufmerksam machen

Du entdeckst in der Ferne Tiere, die dir aber ihr Hinterteil statt ihre Köpfe entgegenstrecken? Komme bitte nicht auf die Idee, laut zu johlen, zu klatschen, zu hupen oder sonst was zu tun, um sie auf dich aufmerksam zu machen. Neben einem respektvollen Abstand gehört auch respektvolles Verhalten zur Safari-Etikette. Störe die Tiere bitte nicht in ihrem natürlichen Umfeld durch unnötigen Lärm und doofes Verhalten.

Absolute Stille! Gerade schreckhafte Tiere solltest du nicht mit Gesten oder Geräuschen wuschig machen.

8. Du fütterst die Tiere

Es sollte vollkommen logisch sein, wird aber leider von einigen Safari-Besuchern immer wieder falsch gemacht: Füttere niemals Tiere! Es ist in keinem Nationalpark gestattet, wilde Tiere zu füttern. Nicht nur, weil es mitunter gefährlich werden kann, sondern auch, weil sich die Tiere sonst daran gewöhnen, Futter von Menschen zu erhalten.

Apropos füttern: Wenn du dich selbst „fütterst“, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass du deinen Müll im Auto gut verstaust und am Ende entsorgst. Hier gilt die Regel: Bringe alles aus dem Park, was du reingebracht hast!

9. Du vergisst, auf die Toilette zu gehen

Bevor du auf Safari gehst, solltest du unbedingt auf die Toilette gehen, denn unterwegs könnte es mit deinem „Geschäft“ schwierig werden. Solltest du dennoch nicht bis zum Ende warten können, darfst du nicht einfach aussteigen und in den Busch gehen. Das kann zu gefährlich werden.

Deine Scham solltest du ablegen: Wer dringend auf Safari „mal muss“, sollte das hinter dem Jeep erledigen.

Der sicherste Platz ist direkt hinter dem Fahrzeug. Diese Busch-Toilette ist übrigens nicht unüblich. Selbst auf Gruppentour wird der Fahrer dich hinter den Wagen schicken. Im Safari-Slang nennen sie das „Check the tires“ – „Die Reifen überprüfen“.