Schwitzige Hände, wenn dein Akkustand unter 30 Prozent rutscht, du aber noch Stunden im Flugzeug rumkriegen musst? Bisher lag die Rettung in umittelbarer Nähe: Sei es an der eigenen Armlehne oder unterhalb des Bildschirms an der Rückenlehne des vorderen Platzes, irgendwo versteckt sich eigentlich immer im Flieger ein USB-Anschluss.

Über den kannst du bislang unbegrenzt deine technischen Geräte aufladen. Wenn nicht, sind Gadgets wie mobile Powerbanks praktische Helfer – und jede andere technische Innovation, die unser Handy am Leben hält, ist meist mehr als willkommen. Daher wird sich über diese Erfindung wohl kaum ein Passagier freuen können.

Strom per Knopfdruck: Passagiere könnten zur Kasse gebeten werden 

Eine spezielle Vorrichtung soll es der Crew ermöglichen, den USB-Anschluss und damit deine Stromquelle zu steuern. Möglich machen sollen das die Splitter namens „MoneyPower“.

Sehen erst mal aus wie gewöhnliche Buchsen, oder? Aber allein der Name, plump übersetzt „Geldmacht“, verheißt wohl nichts Gutes für alle Pfennigfuchser. Wie das Branchenportal „Runway Girl Network“ von der KID-Unternehemssprecherin Maren Muente erfahren hat, soll es Airlines eine zusätzliche Einnahmequelle bringen, indem Passagiere den Service vorab buchen könnten, um Saft abzapfen zu dürfen. Zudem arbeite man an einem steuerbaren Kabinen-Wi-Fi.

Wie das Bezahlsystem konkret aussehen könnte, wird sich wohl erst klären, wenn die ersten Airlines den Prototyp im Test haben sollten. 

Bei dieser Airline musst du bereits fürs Handyladen zahlen

Neu ist der Gedanke nicht, für den bislang kostenlosen Strom Geld zu verlangen. Die Billig-Airline Scoot, die beispielsweise von Berlin über Singapur nach Sydney fliegt, verlangt für die Nutzung einer Steckdose 7,70 Euro. Da kann sich der vermeintliche Flug-Schnapper im Nachhinein noch als Kostenfalle entpuppen.

Die versteckten Gebühren erweisen sich für die Low-Cost-Airlines als lukratives Geschäft – Passagiere hingegen empfinden die oftmals wirren Gebühren als Abzocke.