Skurril! In Finnland bedecken riesige Eis-Bälle den Strand

Skurril! In Finnland bedecken riesige Eis-Bälle den Strand

Statt Kies oder Sand: An einem Strand auf der finnischen Insel Hailuoto zeigte sich ein skurriles Naturphänomen: Größer als Tischtennisbälle waren die Kugeln aus Eis, die den gesamten Boden bedeckten.

Strandurlaub mal anders: Von dicken Eiskugeln war die Küste auf der Insel Hailuoto übersät.
Strandurlaub mal anders: Von dicken Eiskugeln war die Küste auf der Insel Hailuoto übersät.

Foto: twitter.com/Risto Mattila

Die finnische Insel Hailuoto an der Grenze zu Schweden wurde zum Schauplatz eines Natur-Phänomens: Fotos zeigen, wie Teile des Strandes von einem regelrechten Eismeer bedeckt sind, jedoch nicht etwa mit einer spiegelglatten Oberfläche, sondern bestehend aus Hunderten Eiskugeln.

Fast surreal wirkt die Szenerie, als hätte jemand die Bälle per Hand geformt und danach sauber nebeneinander drappiert.

Ein Meer aus Eiskugeln an einem Strand in Finnland

Eisig kaltes Wetter mit Temperaturen bereits im November deutlich im Minusbereich sind für die Einwohner Hailuotos gewöhnlich. Doch der Schneeball-Strand sorgt selbst bei den Wintererprobten für Aufregung. In den sozialen Medien hagelt es Fotos: Mehr als 2.500 Likes bekam „rismatto“ bei Instagram. „Tolles Bild“, schreibt Hillka Marjatt und wünscht sich, dort gewesen zu sein.

Noch mehr Aufmerksamkeit bekam die sonst eher verschlafene Insel durch einen Post der größten Tageszeitung Finnlands „Helsingin Sanomat“, die die Aufnahme einer Fotografin veröffentlichte. Mehr als 9.000 Likes!

Wellen formen die aufgebrochenen Eisschollen zu Kugeln

Das Winterwunderland vom Wochenende soll nach Angaben von Wetterexperten gegenüber dem Sender „CNN“ folgendermaßen entstanden sein: Hat sich auf dem Wasser eine Eisschicht gebildet, kann unruhige See diese wieder aufbrechen. Die Bruchteile widerum „kleben“ in dem extrem kalten Wasser Schicht für Schicht wieder zusammen.

Bei Wellengang werden die neu entstandenen Gebilde ständig im Wasser gedreht, sie reiben aneinander und schleifen sich quasi in der Rotation gegenseitig ab, bis die runde, glatte Form entsteht.

Bizarre Formen zeigten sich auch im Frühjahr am Michigan-See: Dort ragten aufgebrochene Eisschollen wie Splitter aus dem Meer. So schön kann eben der Winter sein.

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