Insel-Geheimtipps: Diese Orte sind nicht überlaufen | reisereporter

Insel-Geheimtipps: Diese Orte sind noch nicht überlaufen

Eine Insel finden, die noch nicht vom Massentourismus überrannt wurde? Challenge accepted! Der reisereporter zeigt dir Urlaubsparadiese in Europa und rund um die Welt, in denen du deine Ruhe hast.

Ruhe und Entspannung findest du auf diesen Inseln, die dem Massentourismus trotzen.
Ruhe und Entspannung findest du auf diesen Inseln, die dem Massentourismus trotzen.

Foto: unsplash.com/Holly Mandarich

Ventotene in Italien

Die Insel Ventotene hat nur rund 750 Einwohner. Früher, zu Zeiten des Römischen Reiches, wurden Menschen dorthin verbannt. Heute kommen Urlauber freiwillig mit der Fähre – bei Touristen außerhalb Italiens ist die pontinische Insel bislang fast unbekannt.

Ventotene besticht mit typisch mediterranem Lebensstil, bunten Häusern im Hafen, einer kleinen Piazza und der Natur. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, das Gemeindegebiet Ventotene steht seit dem Jahr 1997 unter Naturschutz – einschließlich der Wasserflächen. Vorgelagert befindet sich die frühere Gefängnisinsel Santo Stefano, die per Bootausflug erreicht werden kann.

Bekannt wurde Ventotene übrigens im Jahr 1941 durch das dort verfasste Manifest „Für ein freies und einiges Europa“.

Boote im Hafen von Ventotene, Italien.
Rund 770 Einwohner leben auf der Insel Ventotene in Italien. Im Römischen Reich wurden dorthin oftmals Menschen verbannt – heute kommen die Urlauber liebend gern freiwillig. Das Gemeindegebiet Ventotene ist, einschließlich der Wasserflächen, seit 1997 ein Naturschutzgebiet. Foto: imago images/Bluegreen Pictures/Fabio Liverani

Samothraki in Griechenland

Samothraki wird auch die „geheime Insel Griechenlands“ genannt – klingt traumhaft, oder? Tatsächlich wird die Insel in der nördlichen Ägäis nur von wenigen Touristen angesteuert, sie ist nämlich gar nicht so einfach zu erreichen. Du musst eine 60 Kilometer lange Fahrt mit der Fähre machen. Doch es lohnt sich.

Samothraki besticht vor allem durch die Natur: Der höchste Berg der Ägäis, Schwefelquellen, Wasserfälle, Wälder und steile Klippen prägen das Bild. Ideal für Wanderfans, die auch anspruchsvollere Touren nicht scheuen. Die Insel wurde übrigens auch bekannt, weil dort die Nike von Samothrake, die Skulptur der griechischen Siegesgöttin, gefunden wurde.

Samothraki besticht durch jede Menge Natur.
Samothraki besticht durch jede Menge Natur. Foto: imago images/blickwinkel

Koh Yao Noi in Thailand

Partyinseln wie Koh Samui oder Phuket sind in der Hauptsaison extrem gut besucht. Wer Ruhe sucht, findet sie auf Koh Yao Noi. Die thailändische Insel gilt noch als relativ unentdeckt, hier kannst du die ursprüngliche Kultur erleben.

Die Atmosphäre auf Koh Yao Noi ist familiär, es leben dort etwa 6.000 Menschen. Was du dort machen kannst? Schnorcheln, am Strand liegen, Bootstouren machen. Kleine Restaurants servieren Meeresfrüchte und Fisch, der fangfrisch auf den Teller kommt.

Abendstimmung vor Koh Yao Noi – genieß die Ruhe...
Abendstimmung vor Koh Yao Noi – genieß die Ruhe... Foto: imago images/ZUMA Press

Dugi Otok in Kroatien

Dugi Otok ist ein echtes Naturjuwel, mit malerischen Stränden und Buchten. Trotzdem gilt die Insel als eine „Oase der Ruhe“, denn sie ist nicht vom touristischen Ansturm mitgerissen worden, der Kroatien in den vergangenen Jahren prägte.

Auf der 43 Kilometer langen Insel kannst du malerische Fischerdörfer erkunden, in der Adria schwimmen und wandern. Für eine Tour eignet sich zum Beispiel der Naturpark Telascica im Südosten mit Buchten an hohen Steilküsten, Kiefernwäldern und Olivenbäumen. Wie du Dugi Otok erreichst? Nur per Schiff, und zwar von Zadar aus.

Traumhafte Bucht, oder? Findest du auf Dugi Otok.
Traumhafte Bucht, oder? Findest du auf Dugi Otok. Foto: imago images / Panthermedia

Anfora in der Lagune von Grado in Italien

Die Lagune von Grado in Italien ist ein Ensemble aus kleinen Inseln, schmalen Kanälen und weiten Sandbänken. Es gibt rund 100 Inseln in der Lagune, eine von ihnen ist Anfora.

Sie befindet sich am westlichen Ende der Lagune und ist mit der Insel Portobuso mit einem kleinen Steg verbunden. Du kannst aber auch mit dem Boot anreisen, so wie unsere reisereporterin Jasmin. Sie hat für eine Nacht auf der Insel eingecheckt und verrät euch, was sie alles erlebt hat.

Porto Santo in Portugal

Nur 40 Kilometer von Madeira entfernt liegt die Insel Porto Santo. Das Highlight ist der neun Kilometer lange Traumstrand – der feine vulkanische Sand soll sogar heilende Wirkung haben. 

Auf Porto Santo gibt es nur wenige Hotels und Restaurants, daher geht es dort auch entsprechend ruhiger zu als auf Madeira. Auch auf der kleinen Schwesterinsel kannst du gut an den Steilküsten wandern, sie ist geprägt vom trockenen afrikanischen Klima.

Übrigens, du begibst dich auch auf die Spuren von Christoph Kolumbus. Der lebte einst einige Jahre lang im Hauptort der 42 Quadratkilometer großen Insel, Vila Baleira. Du erreichst Porto Santo per Flugzeug oder Fähre.

Typisches Bild auf Porto Santo: Windmühlen.
Typisches Bild auf Porto Santo: Windmühlen. Foto: imago images/Panthermedia

Hiiumaa in Estland

Inselurlaub in Estland? Na klar, auf nach Hiiumaa! Die Insel in der Ostsee wirst du lieben, wenn du surfst, wanderst oder einfach gern in der Natur bist und auf den Charme der Schären stehst. Auch im Winter ist die zweitgrößte Insel des Landes ein Highlight, dann kannst du sie sogar mit dem Auto erreichen – über Europas längste Eisstraße.

Auf Hiiumaa kannst du auch einen der ältesten Leuchttürme der Welt besichtigen, den Kõpu-Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert. Die Insel ist übrigens bei einem Meteoriteneinschlag entstanden – vor mehr als 400 Millionen Jahren!

Idyll pur, der Blick auf den Leuchtturm von Hiiumaa.
Idyll pur, der Blick auf den Leuchtturm von Hiiumaa. Foto: imago/Bluegreen Pictures

Cocos Islands in Australien

Du suchst eine Insel abseits des Massentourismus, die sich auch noch am anderen Ende der Welt befindet? In Australien wirst du fündig, und zwar auf der Inselgruppe Cocos Islands. Dich erwarten dort Durchschnittstemperaturen von 25 bis 30 Grad, weiße Sandstrände, Schnorchel- und Tauchspots sowie eine einmalige Pflanzenwelt. Auf den Inseln leben Seeschlangen, Schildkröten und zahlreiche Seevögel.

Die Kokosinseln haben insgesamt nur rund 500 Einwohner – diese verteilen sich auf zwei der Inseln, West Island und Home Island. Die anderen sind unbewohnt und können bei einer Kajak- oder Bootstour erkundet werden.

Die Kokosinseln liegen nordwestlich von Perth im Indischen Ozean, es gibt einen kleinen Flughafen auf der Hauptinsel West Island. 

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