Australien: Reiseveranstalter fordern Hai-Überwachung mit Drohnen

Australien: Reiseveranstalter fordern Hai-Überwachung

Nach erneuten Hai-Angriffen an der Küste von Queensland fordern Reiseveranstalter die australische Regierung auf, eine Hai-Überwachung einzuführen. Vergangene Woche wurden zwei Briten schwer verletzt.

Kilian Genius
Ein Weißspitzen-Riffhai am Great Barrier Reef.
Ein Weißspitzen-Riffhai am Great Barrier Reef vor Australien.

Foto: imago images/Ardea/Ron and Valerie Taylor

Der Bundesstaat Queensland liegt im Nordosten Australiens an einer fast 7.000 Kilometer langen Küste. Dort dient das Great Barrier Reef – das größte Korallenriff der Erde – Tausenden Arten von Meereslebewesen als Lebensraum, unter anderem auch Haien.

Aber: Die werden zunehmend zu einem Problem, meinen zumindest Tourismusunternehmen. Weil es in letzter Zeit immer häufiger zu Hai-Angriffen gekommen ist, fordern Veranstalter die australische Regierung auf, eine Hai-Überwachung an der Küste von Queensland, insbesondere am Great Barrier Reef, einzuführen. Das berichtet der „Guardian“.

Denn, so heißt es in dem Statement: „Australiens Ruf als sicheres Reiseziel ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für unser Reiseziel.“ Langfristig gelte es, ein „klares Verständnis der Haibewegungen“ zu erhalten und die jüngsten Vorfälle zu analysieren.

Das soll gegen Hai-Attacken am Great Barrier Reef helfen

Erst in der vergangenen Woche wurden zwei britische Touristen am beliebten Urlaubsziel Whitsunday Islands von einem Hai attackiert und schwer verletzt. Die beiden Backpacker aus England, 28 und 22 Jahre alt, waren mit einem Ausflugsboot unterwegs und schnorcheln, als sie von dem Hai überrascht wurden. Einem von ihnen biss dieser den rechten Fuß ab, dem anderen biss er in den Unterschenkel.

Das Statement, das von einigen Veranstaltern unterschrieben wurde, fordert nun, dass neben Aussichtspunkten, von denen aus Haie schneller erkannt werden können, auch eingezäunte Schwimmbereiche für mehr Sicherheit sorgen sollen. 

Außerdem fordern sie den Einsatz von Drohnen, die über das Wasser fliegen und Alarm geben sollen, sobald ein Hai in Sicht ist. Auch sogenannte „drum lines“ (deutsch: Trommelschnüre) könnten – zumindest übergangsweise – ins Wasser gelassen werden. 

Diese Wasserfallen sollen mit Ködern große Haie anlocken, die dann gefangen werden können. Sie werden in der Regel in der Nähe von beliebten Badestränden eingesetzt, um die Anzahl der Haie in der Nähe und damit die Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs zu verringern. Aktuell ist das per Gesetz verboten.

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