Thomas-Cook-Kunden sollen ab Dezember Geld bekommen

Thomas-Cook-Kunden sollen ab Dezember Geld bekommen

Die Thomas-Cook-Pleite hat Hunderttausende Kunden kalt erwischt, allein rund 140.000 von ihnen im Urlaub. Ab Dezember sollen die ersten Betroffenen Geld bekommen – allerdings wohl nur einen kleinen Teil.

Ein Reisebüro von Thomas Cook in Wismar.
Hunderttausende Kunden von Thomas Cook werden nicht die kompletten Kosten für ihre Reisen erstattet bekommen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Christian Schroedter

Das Warten könnte bald ein Ende haben: Spätestens Anfang Dezember sollen betroffene Thomas-Cook-Kunden ihr Geld erstattet bekommen – allerdings vermutlich nicht mal zur Hälfte. Noch immer gehen bei dem von Zurich Insurance plc beauftragten Dienstleister Kaera täglich bis zu 1.000 Schadensmeldungen ein.

Das teilte die Versicherung Zurich jetzt mit. Bereits zuvor hatte Zurich darüber informiert, dass die Haftungssumme von 110 Millionen Euro nicht ausreichen werde, das komplette Schadensvolumen zu decken. Bis zum 1. November seien rund 150.000 Schadensmeldungen eingegangen mit einem Volumen von 250 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie die von der Thomas Cook GmbH eingekaufte Haftungssumme. 

Im Umkehrschluss bedeutet das: Betroffene bekommen vermutlich weniger als die Hälfte ihrer Reisekosten erstattet.

Thomas Cook: Kunden bangen noch immer um Höhe der Erstattung

Mehr als die Hälfte der geschädigten Pauschalreise-Kunden soll demnach Schadensmeldungen eingereicht haben. Dennoch ließe sich noch nicht einschätzen, wie hoch der Gesamtschaden und entsprechend die Erstattungsquote ausfallen werde. Und davon hängt letztendlich ab, wie viel von ihrem Geld die von der Pleite betroffenen Kunden zurückbekommen. In den kommenden Wochen soll der genaue Anteil feststehen. 

Deutsche Thomas-Cook-Gruppe wird zerschlagen

Derweil bereiten die Insolvenzverwalter der deutschen Thomas-Cook-Gruppe die Zerschlagung des Unternehmens zum 1. Dezember vor. Es liege bisher „kein belastbares Angebot“ für das Unternehmen als Ganzes vor, teilte die Insolvenzverwaltungsfirma HWW mit.

Vielmehr sollen Teile des Unternehmens an verschiedene Interessenten verkauft werden. Mindestens die Hälfte der 2.100 Arbeitsplätze sollen so gesichert werden.

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