Halloween – besonders in den USA ist die Nacht des 31. Oktober ein Grund zum Feiern. In einer Airbnb-Unterkunft verwandelte sich die Gruselparty am vergangenen Donnerstag allerdings in echten Horror: Bei einer Schießerei wurden fünf Menschen getötet, mehrere weitere wurden verletzt. 

Fünf Tote nach Schießerei in Airbnb-Unterkunft

Das Haus in Orinda bei San Francisco wurde auf Airbnb mit dem Hinweis inseriert, dass Partys verboten seien. Trotzdem wurde dort eine Halloween-Feier mit mehr als 100 Gästen veranstaltet, für die zuvor auf Instagram geworben wurde. Das berichetet „CNN“. 

Am Tag nach der verheerenden Party sind noch immer Polizisten vor dem Haus in Orinda, Kalifornien, im Einsatz.
Am Tag nach der verheerenden Party sind noch immer Polizisten vor dem Haus in Orinda, Kalifornien, im Einsatz. Foto: imago images/Xinhua/Li Jianguo
Offenbar sollen die Mieter den Besitzer belogen und angegeben haben, das Haus für ihre Familie zu nutzen, berichtet die „New York Post“. Der Eigentümer habe die Party nicht genehmigt, so Airbnb gegenüber der „BBC“.

„Die Polizeibeamten fanden eine extrem chaotische Szene vor, inlusive Schussopfer, verletzter Partygäste und zahlloser Leute, die vom Tatort geflohen sind“, heißt es in einem Statement der zuständigen Polizeibehörde. Drei Menschen seien noch vor Ort gestorben, zwei weitere im Krankenhaus. Alle Todesopfer sollen unter 30 Jahre alt gewesen sein. Wie viele darüber hinaus verletzt wurden, sei nicht bekannt. 

Schluss mit Airbnb-Partys: Das will die Plattform tun

Damit sich illegale Partys wie diese nicht mehr wiederholen, hat Airbnb-Geschäftsführer Brian Chesky auf Twitter ein Maßnahmenpaket verkündet. Denn: Die Unterkunftsplattform will „Party-Häuser“ ab sofort verbannen.

„Wir verdoppeln noch einmal unsere Bemühungen, nicht genehmigte Partys zu bekämpfen und missbräuchliches Benehmen von Vermietern oder Gästen zu beseitigen, darunter solches, das zu schrecklichen Ereignissen wie dem in Orinda führt“, so Chesky. 

Erreichen will Airbnb dies, indem „hochriskante Buchungen“, die technisch bereits als solche gekennzeichnet wurden, zusätzlich manuell überprüft werden. Außerdem will Airbnb eine schnelle Eingreiftruppe für „Party-Häuser“ bilden und sofortige Maßnahmen gegen Nutzer ergreifen, die die verstärkten Richtlinien für Gäste missachten, zum Beispiel indem sie entfernt werden. 

Wie Chesky am Samstag mitteilte, sollen die Maßnahmen innerhalb von zehn Tagen umgesetzt werden. „Wir müssen es besser machen, und das werden wir“, versprach Brian Chesky. „Dies ist inakzeptabel.“ Airbnb unterstütze die Familien und Nachbarn, die von dieser Tragödie betroffen seien.