Wusstest du, dass die Unesco neben Natur- und Kulturtiteln auch Städte für ihre Kreativität kürt? In diesem Jahr haben es dabei 66 Städte in die Liste geschafft, darunter zwei Orte in Indien. Mumbai in der Kategorie „Film“ und das hierzulande weniger für Tourismus bekannte Hyderabad in der Kategorie „Gastronomie“.

Wer Indien mit allen Sinnen erleben will, sollte einen Stopp in der Millionenmetropole im Zentrum des Landes unbedingt einplanen. Vom reisereporter gibt’s dafür den Food-Guide.

Hyderabad für Essen von Unesco ausgezeichnet – diese Gerichte musst du probieren!

Eine breite Palette an Gewürzen, darunter natürlich Curry in den verschiedensten Variationen, dürften für dich symbolisch für die indische Küche stehen. Dazu frisches Naan, getunkt in Linseneintopf. Doch Hyderabad ist anders, diverser. Die Küche ist eine einzigartige Mischung aus nordindischen Fleischgerichten und traditionell südindisch-vegetarischen Speisen. 

Mutton Biryani: schonend gegartes Lammfleisch, geschichtet mit Reis, verfeinert mit Gewürzen, Kräutern und Joghurt.
Biryani kennst du bestimmt, aber nirgendwo wird es so zelebriert wie in Hyderabad. Bei deiner Reise solltest du nach „Mutton Biryani“ fragen: schonend gegartes Lammfleisch, geschichtet mit Reis, verfeinert mit Gewürzen, Kräutern und Joghurt. Foto: imago images/Indiapicture
Zurück geht das auf die wechselhafte Geschichte. Einst bildete die Stadt ein bedeutendes Zentrum muslimischer Herrschaft in Indien, bereits im zwölften Jahrhundert wurde die Küche „prä-islamisch“ geprägt, erklärt die Unesco.

Mit der Ankunft der Türken im 15. Jahrhundert kamen zu der Kakatiya-Küche neue Geschmackseinflüsse. Noch kulinarischer wurde es dann mit der Herrschaft der Moguln im 17. Jahrhundert.

Kommt dir bekannt vor? Kebab kriegst du auch in Hyderabad an jeder Ecke.
Kommt dir bekannt vor? Kebab kriegst du auch in Hyderabad an jeder Ecke. Foto: imago images/Panthermedia

„Essen ist ein elementarer Bestandteil der Kultur in Hyderabad. Bis 1940 gab es hier keine Restaurants. Die Essenskultur wurde in den Familien und royalen Häusern konserviert“, sagte Musharraf Ali Faruqui, der die Auszeichnung Hyderabads unterstützte. Das berichtet die indische Tageszeitung „The Hindu“. Mittlerweile gebe es Fress-Plätze- und -Meilen. 

Spezialität Halim: Ein Brei aus Linsen, Weizen und Fleisch.
Halim, auch Haleem geschrieben, ist eine Spezialität. Gegessen wird es auch in Mittel- und Nahost, der Ursprung liegt aber wohl in der arabischen Küche (bekannt als Harees). Die Zutaten variieren, in der Regel ist es aber Weizen, Gerste, Linsen, und Fleisch. Foto: unsplash.com/Izzah

Reise ins Zentrum von Indien: Hyderabad ist islamisches Wahrzeichen

Mit dem Titel soll natürlich auch der Tourismus angekurbelt werden. Auch hier kannst du prunkvolle Paläste wie den Chowmahalla-Palst anschauen oder aber DAS Wahrzeichen der islamischen Kultur im ganzen Land besichtigen: das Charminar.

Das Charminar ist ein historisches Bauwerk in Hyderabad und eine der Sehenswürdigkeiten.
Schon von Weitem erblickst du in Hyderabad das Charminar: Der Torbogen ist etwa 56 Meter hoch und 32 Meter lang und besteht aus Granit. Gebaut wurde er vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts von einem muslimischen Sultan. Foto: unsplash.com/Shubham Rath