Tausende flauschige braune Küken watscheln aktuell auf den Stränden der Insel Ostfalkland: Die Königspinguine auf der größten der im Südatlantik gelegenen Falkland-Inseln haben Nachwuchs bekommen.

Einer der bekanntesten Brutplätze der Tiere ist der Volunteer Point, eine Landzunge an der Ostküste. Und der Nachwuchs ist überhaupt nicht scheu, daher kommen Touristen den Küken dort ganz nah.

Video: So süß ist der Pinguin-Nachwuchs auf den Falkland-Inseln

„Wir sind der nördlichste Ort der Welt, an dem man Königspinguine sehen kann“, sagte Tony Heathman der Nachrichtenagentur „afp“. Der ehemalige Schafzüchter führt seit 16 Jahren Reisegruppen zum Volunteer Point. Besonders im Dezember und im Januar ist die Chance hoch, viele flauschige Küken zu treffen. 

Fünf Pinguinarten leben auf den Falkland-Inseln

Die Falkland-Inseln befinden sich rund 500 Kilometer vor der argentinischen Küste Feuerlands im Südatlantik. Die Königspinguine sind eine von fünf Pinguinarten auf dem britischen Archipel – es gibt zudem noch Felsenpinguine, Eselspinguine, Goldschopfpinguine und Magellan-Pinguine.

Insgesamt leben etwa eine Million Pinguine auf dem Archipel! Dabei waren sie im Jahr 1870 fast ausgestorben.

Kein Wunder, dass die Inselgruppe verstärkt mit den Tieren um Touristen wirbt. Nicht zuletzt die Pinguine sorgen dafür, dass die Falkland-Inseln immer beliebter werden: Im Jahr 2018 stiegen die Ankünfte um 6,3 Prozent, und auch für die jetzt startende Hauptsaison sieht es gut aus: „Wir haben für diesen australischen Sommer mehr Buchungen als jemals zuvor“, so eine Regierungssprecherin gegenüber dem „Independent“.

Die meisten Touristen kommen auf Kreuzfahrtschiffen an, in der vergangenen Saison waren es 63.000 Ankünfte. Allein das Schiff „Royal Princess“ brachte 3.430 Besucher – mehr als die gesamte Bevölkerung der Falkland-Inseln (etwa 3.200).

Für die Pinguine sind die Inseln zwar besonders berühmt, insgesamt sind dort aber mehr als 219 Tier- und 175 Pflanzenarten beheimatet, darunter Wale, Delfine und Robben.