Koh Rong in Kambodscha: Leiche der vermissten Backpackerin gefunden

Kambodscha: Vermisste Backpackerin (21) ist tot

Traurige Gewissheit für die angereisten Eltern: Die seit mehr als einer Woche vermisste Amelia (21) wurde tot gefunden. Ihr lebloser Körper trieb auf dem offenen Meer an der Grenze zu Thailand.

Strand auf Koh Rong.
Ein Strand auf Koh Rong. Für Amelia aus England nahm die Asienreise auf der Insel ein tragisches Ende. (Symbolfoto)

Foto: imago images / robertharding

Fieberhaft suchten rund 200 Menschen, darunter auch freiwillige Helfer von den Nachbarinseln, nach der 21-jährigen Amelia aus England. Sie war nach einer Beachparty auf der Insel Koh Rong am Mittwoch vergangener Woche nicht zu ihrer Unterkunft zurückgekehrt.

Nun die traurige Gewissheit: Am gestrigen Donnerstag gab der Gouverneur Nuon Bunthol bekannt, dass die Suchkräfte gegen 16.30 Uhr einen leblosen Frauenkörper circa 80 Kilometer vor der kambodschanischen Küste nahe der Grenze zu Thailand im Meer gefunden hätten. Es handele sich um die verschollene Amelia – entsprechende Tattoos und Kleidung wiesen darauf hin, das berichtet die nationale Tageszeitung „Khmer Times“.

Leiche der vermissten Backpackerin (21) trieb im Meer

Schock für die Eltern: Sie reisten am vergangenen Sonntag extra aus der Heimat, West Sussex in England, an, Vermutlich in der Hoffnung, ihre Tochter noch lebend zu finden.

Wie ihre Tochter ums Leben gekommen ist, ist bislang unklar: „Wir können derzeit noch keine Schlüsse ziehen, da wir noch die Obduktionsergebnisse abwarten müssen“, teilte Gouverneur Nuon Bunthol mit.

Familie reiste nach Kambodscha –  keine eindeutigen Erkenntnisse zur Todesursache

Ihre Leiche wird in einem nahe gelegenen Krankenhaus untersucht. Erste Vermutungen sollen darauf hindeuten, dass sie ertrunken sei. Ob es ein Unfall war oder ob es Fremdeinwirken gab, das will die Polizei aktuell noch nicht kommentieren. Allerdings wurden seit Amelias Verschwinden bereits 20 Menschen verhört, darunter einheimische Männer. Doch gegen keinen von ihnen soll sich der Verdacht erhärtet haben – alle wurden wieder freigelassen.

Amelia plante, mit dem Rucksack durch Asien zu reisen: Zuerst ging es nach Vietnam, von dort reiste sie durch Kambodscha bis nach Koh Rong im Süden. Amelias Bruder Harry veröffentlichte heute, Freitag, einen Nachruf auf Facebook. In diesem sagt er, dass Amelia ihren Traum lebte – unter Palmen zu Musik tanzend. Doch der Traum sei nun in der Hölle geendet: „Koh Rong ist nicht sicher“, schreibt er. Ist das wirklich so?

Backpacker-Destination Kambodscha: Wie unsicher ist das Reiseziel?

Der Todesfall der jungen Touristin überschattet das Paradies im Süden Kambodschas. Koh Rong gilt als Sehnsuchtsort und ist besonders bei jungen Touristen beliebt. Amelia zählt zu den insgesamt sechs Millionen ausländischen Besuchern des Landes – Tendenz steigend.

In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes wird darauf hingewiesen, dass in den Touri-Hochburgen Phnom Penh, Sihanoukville und Kampot ein Anstieg von Angriffen und Raubüberfällen gegenüber Urlaubern festgestellt wurde.

Außerdem sei Diebstahl, auch in der Partystadt Siem Reap nahe Angkor Wat ein großes Problem. In Sihanoukville, für die meisten der Abfahrtsort nach Koh Rong, seien in letzter Zeit vereinzelt Ausländerinnen Opfer sexueller Übergriffe bei nächtlichen Strandspaziergängen geworden, so die Behörde.

Daher rät sie Alleinreisenden, vorsichtig zu sein und nachts nicht allein unterwegs zu sein. Organisierte Rückfahrten zur Unterkunft dienen der eigenen Sicherheit. Und wie immer auf Reisen: Du solltest nur so viel Bargeld wie nötig bei dir tragen und deine Wertsachen sowie Reisedokumente sicher in der Unterkunft aufbewahren.

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