Die „MS Finnmarken“ sollte in wenigen Minuten im Hafen von Ålesund in Norwegen anlegen, als der tragische Vorfall geschah: Eine Frau stürzte von Deck. Die Besatzungsmannschaft löste auf dem Hurtigruten-Schiff, das Platz für bis zu 919 Passagiere hat, sofort einen sogenannten Mann-über-Bord-Alarm aus und leitete Rettungsmaßnahmen ein.

Frau stürzt von Hurtigruten-Schiff – jede Hilfe kommt zu spät

Schiffe und Hubschrauber suchten am vergangenen Mittwoch fieberhaft nach der Frau. Und obwohl Dunkelheit und Sturm die Suche beeinträchtigten, konnte die Frau etwa eine Stunde nach dem Sturz gegen 19 Uhr von einem Helikopterpiloten gesichtet werden. Doch trotzdem kam für die Norwegerin jede Hilfe zu spät: Sie starb am darauffolgenden Tag in einem Krankenhaus in Trondheim.

Suche nach der Unglücksursache läuft

Warum die Frau von Deck stürzte, ist bislang noch unklar. Von einem Verbrechen geht die Polizei aber nicht aus, das berichtet die Lokalzeitung „Sunnmørsposten“. „Die Frau war eine Hurtigruten-Passagierin, sie ist Norwegerin, und ihre Verwandten wurden benachrichtigt. Wir untersuchen den Fall weiter und werden nun daran arbeiten, den Verlauf der Ereignisse abzubilden.“

„Mann über Bord“: So oft passieren diese Unglücke

Dass Menschen von Kreuzfahrtschiffen stürzen, kommt nicht so häufig vor, wie es manchem vorkommen mag. Das Statistikportal „Statista“ meldete für 2018 weltweit insgesamt 24 Mann-über-Bord-Vorfälle, darunter waren auch Crew-Mitglieder. Nur fünf von ihnen konnten gerettet werden und überlebten das Drama. Bei weltweit jährlich rund 28,2 Millionen Kreuzfahrt-Passagieren ist diese Zahl prozentual gesehen verschwindend gering.