Urlaub in Island: Tipps für deine Reise | reisereporter.de

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Island – Land mit Feuer und Eis

An was denkst du bei dem Namen Island? An brodelnde Vulkane, heiße Quellen, Geysire, Wasserfälle und eisige Gletscher? Damit liegst du völlig richtig. Die isländische Flagge, mit den Farben Blau, Rot und Weiß symbolisiert die Berge, das Feuer und Schnee.

Island – am nördlichen Polarkreis – gelegen, ist die größte Vulkaninsel der Erde und erstreckt sich auf einer Fläche von 103.000 km² an Land und weiteren 2.750 Quadratkilometer zu Wasser. Der letzte größere Vulkanausbruch war im Jahr 2010. Der Ascheregen des Eyjafjallajökull führte zu Ausfällen im Flugverkehr in Nord- und Mitteleuropa. Die Hauptregion um Reykjavík bevölkern 60 Prozent der 340.110 isländischen Einwohner. Irische Mönche und norwegische Wikinger waren die Ureinwohner Islands. Der sehr hohe Lebensstandard und eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt machen dieses Land – neben der phantastischen Flora und Fauna – so unvergleichbar. Island positioniert sich auf zwei Kontinentalplatten, der eurasischen und der nordamerikanischen Platte. Beide entfernen sich jährliche einige Zentimeter voneinander.

Reykjavík – die nördlichste Hauptstadt der Welt

Die Küstenstadt Reykjavík und ihre vorgelagerten Inseln bilden die Gemeinde Reykjavíkurborg. Diese ist im Südwesten der Insel gelegen und von Höhlen, Meerengen und Bergen umschlungen. Rund 38 Prozent der isländischen Bevölkerung lebt hier. Der Hafen, Museen, Theater und die Fakultäten der Universität prägen das Bild der Stadt. Der nicht schiffbare Fluss Elliðaár teilt die Stadt und ist für seinen Fischreichtum bekannt. Radfahrer, Wanderer und Angler sind an seinem Ufer unterwegs. Über die Flussmündung führt eine Fußgängerbrücke, deren roten Säulen weit in den Himmel ragen.

Unter dem Stadtzentrum verlaufen Wasserrohre, die mit heißem Thermalwasser im Winter für eisfreie Straßen sorgen. Eine ebensolche Konstruktion sorgt für schneefreie Fußballstadien, die Isländer sind verrückt nach Fußball.

Die Blaue Lagune (Bláa Lónið) auf der Reykjanes-Halbinsel bei Grindavík ist ein Thermalfreibad, mit Mineralsalzen, Kieselerde und Algen. Hier kannst du unter freiem Himmel in der atemberaubenden Natur baden. Die Wassertemperatur beträgt bis zu 42 °C, seine typisch blaue Farbe wird durch die Kieselsäure erzeugt. Es empfiehlt sich, das Eintrittsticket vorab zu buchen, die Naturbadewanne ist stark frequentiert. Bezahlt wird mit der Isländischen Krone, der Euro wird nicht akzeptiert.

Insgesamt gibt es 170 Thermalquellen im Land. Ein Bad in einem dieser geothermisch aufgeheizten Pools ist eine Wohltat für Körper und Seele.

Kuriositäten und ungewohnte Leckereien in Island genießen

In den landesweiten Museen werden die einheimische Lebensart, der Tierartenreichtum und das Leben der Wikinger präsentiert. Reykjavík hat das weltweit einzige Penismuseum. Exponate sämtlicher Säugetiere rund um Island und das Meer werden dort ausgestellt.

Schlägst du in Island ein Telefonbuch auf, stellst du fest, dass die Sortierung der Namen nach den Vornamen erfolgt ist. Eine isländische Eigenart, der Vorname hat einen höheren Stellenwert als der Nachname, welcher sich meist aus dem Vornamen des Vaters ableitet. Die Endung -son steht für Sohn, -dóttir für Tochter.

Der Gammelhai, ein gegärter Grönlandhai ist das Traditionsgericht mit dem Namen Hákarl. Wenn du also Lust auf fermentiertes Haifleisch hast, solltest du es probieren. Auch ein geschmorter Schafskopf oder ein eingelegter Ochsenhoden sind Delikatessen, welche zu besonderen Festen gereicht werden. Aber keine Sorge, das Angebot an bekannten Speisen ist reichhaltig und sehr gut. Frisch gegrilltes Lammfleisch, Gemüse und Fisch in allen Variationen schmecken fantastisch. Süßspeisen werden gern und viel gegessen, Lummur – der isländische Pfannkuchen – wird als Nachtisch gereicht.

Urlaub in Island – Ferienhaus oder Rundreise?

Die Anreise nach Island erfolgt meist mit dem Flugzeug von Deutschland aus. Anbieter von Kreuzfahrten haben Reisen in das Traumland im Angebot, oft liegen die Schiffe zwei Tage im Hafen. So bleibt genug Zeit, einen Großteil der Sehenswürdigkeiten zu erkunden. In der isländischen Hauptstadt gibt es eine Vielzahl luxuriöser Hotels, im Landesinneren sind es meist Mittelklassehotels. Die angebotenen Ferienhäuser sind häufig klassifiziert und entsprechen dem Geschmack der Eigentümer. Privat geführte Gästehäuser sind oft Gemeinschaftsunterkünfte und setzen auf eine familiäre Atmosphäre.

Auf einer Rundreise durch Island hast du die Möglichkeit, das wunderschöne Land und die höflichen Menschen richtig kennenzulernen. Du kannst eine komplette Route inklusive Übernachtungen buchen und fährst diese mit dem Mietwagen ab. Entdecke die einzigartige Natur, mach einen Stopp an einem einsamen Fjord oder halte Ausschau nach den Nordlichtern, welche im Herbst und Winter den Himmel erleuchten.

Das Wetter schwankt in Island. Häufige Niederschläge wechseln sich mit strahlendem Sonnenschein ab. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen im Hochsommer 15 Grad, die Winter sind hingegen relativ mild, selten fällt das Thermometer unter minus 2 Grad. In den Sommermonaten sind die Nächte fast taghell, im Winter scheint oft nur an einigen Stunden die Sonne.

Insider-Tipp für deinen Island-Urlaub

Von Reykjavík aus erreichst du nach einer kurzen Autofahrt Reykjadalur. Dieser Ort wird als „Dampfendes Tal“ bezeichnet. Hier gibt es anspruchsvolle Wanderwege, deren Ziel das Bad in einem warmen Fluss ist. Der Ritt auf einem Islandpferd ist auch für ungeübte Reiter ein tolles Erlebnis. Diese starke Ponyrasse trägt, dank ihres kräftigen Körpers, problemlos Erwachsene. Reiterhöfe gibt es zuhauf, buche einen Ausritt und lass Dich durch die atemberaubende Natur tragen.

Ein kleiner Island-Knigge: Zieh immer deine Schuhe aus, wenn du ein isländisches Heim betrittst. Nur auf ausdrückliche Aufforderung kannst du sie anbehalten. Das Ausziehen der Schuhe ist in Island eine Form der Höflichkeit.