Ostsee-Urlaub in Warnemünde: Tipps & Infos ǀ reisereporter.de

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Warnemünde – Hansestadt mit Tradition

Traumhafte Sandstrände im Norden Deutschlands? Wo gibt es das denn? Genau hier – in Warnemünde. Das Seebad ist ein Stadtteil von Rostock im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und verfügt über den wichtigsten Kreuzfahrthafen Deutschlands.

Der Fluss Warnow strömt in die Ostsee und war Namensgeber für das ehemals kleine Fischerdorf. Nur 5,9 km² umfasst das Gebiet, die 6700 Einwohner leben hauptsächlich vom Tourismus und dem Schiffbau. Die Wahrzeichen sind der 37 Meter hohe, zu besichtigenden Leuchtturm und der Teepott an der Promenade. Früher stand hier der Teepavillon – ein Speiserestaurant. Heute beherbergt das Gebäude mit seiner speziellen Topf-Form und dem lustigen Namen mehrere Lokale. Die Lage ist einmalig, direkt an der Ostseeküste mit Blick auf das Meer und die vorbeiziehenden Schiffe.

Direkt an die Strandpromenade grenzt der pflanzenreiche Kurpark mit Freilichtbühne und Kurhausgarten. Im Ortszentrum steht eine besondere Sehenswürdigkeit: Die neogotische Backsteinkirche aus dem Jahr 1871 mit einem Grundriss in ungewöhnlicher Kreuzform. Unweit entfernt ist das Heimatmuseum mit seiner Dauerausstellung über das Leben und Arbeiten im alten Warnemünde. Die Warnemünder Traditionen spiegeln sich eindrucksvoll in der Brunnenanlage Warnminner Ümgang wider. 19 Bronzefiguren stolzieren auf dem Rand und halten den Warnemünder Umgang – ein festlicher Umzug durch das Ostseebad – fest.

Warnemünde erleben

Die Züge der Bahn stoppen quasi am Strand. Nun gut, einige Meter sind es, aber wirklich nur wenige. Die Fahrtzeit von Berlin beträgt etwas über drei Stunden. Mit dem Auto bist du schneller, entweder über Rostock und den mautpflichtigen Tunnel oder über die Stadtautobahn. Im Sommer kann es zu Engpässen auf den Parkplätzen kommen, parke etwas außerhalb. Hier bringen dich öffentliche Verkehrsmittel dann weiter. Was darf es denn sein? Das fünf Sterne Hotel direkt an der Strandpromenade, eine Unterkunft in den urigen Gassen der Altstadt oder doch lieber in der Natur auf einem Campingplatz? Magst du es im Urlaub fast wie in den eigenen vier Wänden, buchst du dir eine der schönen Ferienwohnungen, welche häufig über mehrere Zimmer verfügen.

Die beste Reisezeit nach Warnemünde ist: Immer. Im Sommer genießt du den steinfreien 150 Meter breiten Ostseestrand mit seinen zahlreichen Sport- und Wasserangeboten. Werde zum Architekten einer Sandburg oder lass in einem Strandkorb einfach die Seele baumeln. Bei Temperaturen um 23 Grad Celsius ist die Erfrischung in der Ostsee eine Wohltat. Die Hanse Sail - eine der größten Veranstaltungen um die Schifffahrt – findet jährlich im August statt. Bis zu 250 Traditionssegler, Kreuzfahrt- und Museumsschiffe laufen den Hafen an. Das Spektakel wird von zahlreichen Märkten, Fahrgeschäften und einem Höhenfeuerwerk begleitet. Wenn die farbenprächtigen Feuerwerksraketen den dunklen Himmel erleuchten, wirst du es ganz deutlich spüren – den außergewöhnlichen Moment des puren Glücks.

Viel ruhiger zeigt sich Warnemünde im Winter. Ein Strandspaziergang am tobenden Meer, die kreischenden Möwen im Ohr und der Geschmack von Salz auf der Zunge – warm eingepackt ist es zu dieser Jahreszeit noch ein wenig intensiver. Auf der 541 Meter langen Westmole hast du das Gefühl, auf dem Meer zu gehen. Selbst in dieser Jahreszeit gibt es genug Schiffe, die du auf ihrem Wasserweg betrachten kannst.

Abseits vom Strand: Kultur im Ostsee-Urlaub

Die Flaniermeile am Alten Strom ist der Ort, wo das Leben sprudelt. Die bunten Fischerhäuschen, Restaurants und Boutiquen versprühen das typisch maritime Flair. Setz dich doch in eines der kleinen Straßencafés, verkoste den hausgemachten Kuchen und beobachte die Ausflugsdampfer und Fischkutter bei ihrer Aus- und Einfahrt in den Hafen der Hansestadt. Vielleicht besteigst du ein Boot und bestaunst die Schönheit der Hansestadt von der Wasserseite.

Der Passagierkai Karls Pier 7 ist – neben der Abfertigung der Kreuzfahrtschiffe – für seine ausgestellten Sandskulpturen bekannt. Es ist faszinierend, welche Meisterwerke aus diesem feinen Baustoff erschaffen werden. Die Erlebnis-Gastronomie am Pier, Shopping und Spielmöglichkeiten für Kinder runden den Aufenthalt ab. In den Abendstunden finden regelmäßig die Port Partys statt. Sie begleiten die Luxusdampfer beim Ausfahren mit Musik und Feuerwerk. Es ist erstaunlich, wie die vermeintlich kleinen Schlepper die großen, schwimmenden Hotels hinaus aufs Meer begleiten.

Mit einem Fährboot über die Warnow, vorbei an den Kreuzfahrtschiffen, erreichst du den Yachthafen Hohe Düne. Er ist nicht nur wegen der vielen zauberhaften Boote einen Ausflug wert. Hier befindet sich die weltweit größte Seehund-Forschungsstation. Die Seehunde leben artgerecht in einer 60 mal 30 Meter großen Netztasche im Meer, sie schwimmen und tauchen nach Herzenslust. Schau den Forschern zu und erfahre Wissenswertes über die Seehunde. Ein Tipp: Melde dich rechtzeitig an und schwimme mit den Seehunden! Die niedlichen dunklen Augen und ihre vielfältigen Geräusche werden dir lange in Erinnerung bleiben.

Insider-Tipp für deinen Urlaub in Warnemünde

Fisch, Fisch und wieder Fisch. Die Luft ist von Rauchschwaden der Räucheröfen geschwängert, du stehst mitten auf dem Fischmarkt am Alten Strom in Sichtweite zur gusseisernen Drehbrücke. Diese stellt die Verbindung von der Mittelmole zum Zentrum dar. Das Fischbrötchen vor Ort ist ein Muss oder du kaufst hier frischen Fische und bereitest ihn selbst zu. Du magst keinen Fisch? Kein Problem, denn die Grillstube Broiler im Hotel Neptun verspricht einen gänzlich anderen Leckerbissen. Den Broiler. Noch nie gehört? Der Broiler ist ein knusprig gebratenes Grillhähnchen, welches mit Beilagen und Soßen serviert wird. Ein typisches Gericht aus DDR-Zeiten. Lecker!