Greifswald: Tipps für deinen Urlaub ǀ reisereporter.de

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Greifswald – Die grüne Stadt am Wasser

Eingerahmt von den Inseln Usedom und Rügen liegt die Hansestadt Greifswald im Nordosten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Der Fluss Ryck durchfließt die Stadt und mündet im Osten in die Dänische Wieck. Diese 514 km² große Bucht des Greifswalder Boddens ist der Ausläufer der Ostsee.

Greifswald ist Universitätsstadt, rund 11.000 Studenten sind dauerhaft in den Fakultäten vor Ort. Auf einer Fläche von 50,74 km² bildet Greifswald gemeinsam mit dem 36 Kilometer entfernten Stralsund eines von vier Oberzentren in Vorpommern.
Das Klima ist gemäßigt. Minusgrade sind im Winter eher selten, der Sommer ist angenehm warm bei durchschnittlich 21 Grad Celsius. Häufig weht ein kräftiger Wind vom Meer. Das gesamte Gebiet ist mit 7 m ü. NHN sehr flach – der Ebertberg mit 29,5 m ü. NN die höchste Erhebung.

Greifswald ist über die angrenzenden Autobahnen und den Fernverkehr sehr gut erreichbar. Schnell- und Regionalzüge fahren täglich aus Berlin und Hamburg kommend in den Bahnhof ein. Etwas über zwei Stunden Fahrtzeit solltest du von Berlin aus einplanen. Eine Vielzahl von Fernbuslinien und die UBB – die Usedomer Bäderbahn – machen hier ebenfalls Halt. Die gesamte Stadt verfügt zudem über ein öffentliches Busnetz.

Mittendrin und obenauf

Unweit des Bahnhofs befindet sich das Zentrum mit seiner historischen Altstadt. Der große, mit Lausitzer Granit belegte Marktplatz, ist eindrucksvoll. Seine quadratische Form war zu Hansezeiten maßgebend. Die umliegenden Bürgerhäuser mit ihren bunten Fassaden geben einen imposanten Kontrast zum weißen Haus der Gemäldegalerie aus der Zeit des Klassizismus. Das Pommersche Landesmuseum mit berühmten Zeichnungen von Caspar David Friedrich ist hier untergebracht.

Ein Wahrzeichen Greifwalds ist der 1263 gebaute 100 Meter hohe Dom St. Nicolai. Nach dem steilen Aufstieg auf den Turm kannst du deinen Blick über die schöne Landschaft gleiten lassen. In unmittelbarer Nähe gruppieren sich mehrere Universitätsgebäude um die gotische Backsteinkirche. St. Marien – die Dicke Marie genannt – wurde drei Jahre früher geschaffen und ist somit die älteste Stadtkirche. Der Dom St. Jakobi ist die drittgrößte Kirche, hier findet jedes Jahr die Greifswalder Bachwoche statt. Zwischen Marktplatz und Fischmarkt steht das im 13. Jahrhundert erbaute rote Rathaus mit seinen barocken Elementen und einem mächtigen Gewölbekeller. Hübsche Straßencafés und Restaurants säumen den Platz und ermöglichen es dir, ein wenig zu verschnaufen und das Ambiente wirken zu lassen.

Viele Fahrradfahrer werden deine Altstadttour begleiten. Es sind Urlauber wie du und Studenten, die dieses Fortbewegungsmittel wählen. Mach es genauso und miete dir an ein Fahrrad. So erreichst du schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Die wunderschöne Umgebung von Greifswald erkunden

Die Stadtteile Wieck und Eldena haben sich im Laufe der Zeit aus kleinen Fischerdörfern zu malerischen Orten entwickelt. Die hübschen, reetgedeckten Häuser in Wieck, gelegen an der der Mole mit einer handgesteuerten Holzklappbrücke, solltest du während deines Urlaubs unbedingt besuchen. Spaziere doch am Ufer des Flusses Ryck und bestaune die 800 Jahre alte Brücke, welche in regelmäßigen Abständen für die Schifffahrt geöffnet wird. Das Fischerfest Gaffelrigg wird immer im Juli ausgetragen und ist eines der wichtigsten Events. Die Restaurants und Fischerhütten verkaufen frischen Fisch und es wird berichtet, dass es hier die besten Fischbrötchen geben soll.

Der Nachbarort Eldena mit seiner Bockwindmühle ist überaus sehenswert. Hier befindet sich das größte Naturschutzgebiet der Region. Eine 407 Hektar umfassende Waldfläche dient der Bevölkerung als Erholungsort und ist zugleich Forschungsgebiet für die Studenten. Hier kannst du die Klosterruine des Zisterzienserkloster Eldena – ein weiteres Wahrzeichen – besichtigen. Teile vom Kirchenschiff und Gebäuden sind noch erhalten und dienen als Bühne für diverse Musikvorführungen, zum Beispiel dem Eldenaer Jazz Evening. In nordwestlicher Richtung erwartet dich der Greifswalder Tierpark in einem großen Parkgelände. Einheimische und exotische Tierarten leben hier einvernehmlich in der zauberhaften Natur.

Auf, im und am Wasser in Greifswald

Dank der fantastischen Lage direkt am Greifswalder Bodden ist Greifswald ein perfektes Wassersportgebiet. Ruderer, Surfer und Segler schätzen das überwiegend flache Wasser. Surfschulen bieten Kurse und das nötige Equipment an. Das Strandbad Elena – die Badewanne Greifwalds – bietet Kindern mit ihrem weitläufigen Sandstrand besonderen Spaß. Grillmöglichkeiten, Spielplätze und Strandkörbe sind vorhanden und sorgen für unvergessliche Stunden.

Plane auf deiner Reise einen Abstecher zum größten Museumshafen Deutschlands. Hier tauchst du komplett in die historische Segelschifffahrt ein. 50 Schiffe unterschiedlicher Bauweise kannst du hier bestaunen. Einige warten als Restaurantschiffe mit Gaumenschmaus in besonderer Atmosphäre auf. Andere sind noch in Fahrt und nehmen dich mit auf einen Segeltörn über den Ryck zum Greifswalder Bodden.

Insider-Tipp für deine Reise nach Greifswald

Die im Jahr 1524 errichtete Wassermühle Hanshagen befindet sich in 15 Kilometer Entfernung südöstlich von Greifswald. Eingebettet in Wälder und Wiesen ist die ursprüngliche Kornmühle die letzte Wassermühle in Vorpommern. Liebevoll im Landhausstil eingerichtete Hotelzimmer, ein Restaurant sowie ein Festsaal komplettieren das bemerkenswerte Bauwerk. Die reizvolle Landschaft ist eine Idylle für Radfahrer und Wanderer. Selbst für große Feiern ist die Mühle bestens ausgestattet und kann eigens dafür gebucht werden. Du bist auf der Suche nach Geheim-Tipps und den schönsten Stränden? Beim reisereporter wirst du fündig!