Tennisjahre sind Hundejahre. Du reist fast das ganze Jahr durch die Welt, kreuz und quer durch Zeitzonen und über alle Kontinente hinweg. Wird man dieses Nomaden-Daseins nicht auch mal überdrüssig?
Angelique Kerber
: Also, die Tage, an denen ich wieder mal meine Koffer packen muss, werde ich sicher nicht vermissen. Es ist ja oft so, dass man morgens aufwacht und gerade nicht mehr weiß, wo man überhaupt ist. Aber unser Arbeitsplatz ist nun mal die Welt, deshalb reisen wir 35, 40 Wochen umher. Und was nicht zu verändern ist, muss man akzeptieren. Als Topspielerin muss man aber mehr denn je aufpassen, seinen Turnierkalender gut einzuteilen und sich auch die nötigen Pausen zu gönnen.

Wenn du eine Pause machst, in den Urlaub fährst, kannst du dann total abschalten – oder denkst du da auch schon wieder an all das, was danach kommt: die nächsten Turniere, die Verteidigung der großen Titel?
Abschalten, das geht bei mir nicht auf Knopfdruck. Es braucht immer seine Zeit, bis man von diesem massiven Stress runterkommt. Zwei, drei Tage auf jeden Fall. Und dann merkst du aber, da sitzt jetzt eben keiner mehr hinter dir, der sagt: Essen! Kraftraum! Training! Plötzlich wird alles entspannter, man schläft besser, man denkt auch nicht mehr dauernd an Tennis.

Was ist dein liebster Ort auf der Welt?
New York! Ich liebe es auch, neue Städte kennen zu lernen, wann immer ich die Chance dazu habe.

Hello NYC ???? #whenInNewYork #UsOpen2016 #teamangie

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Und wo machst du gerne klassische Ferien?
Ich war schon auf Mauritius, den Malediven, an einigen Stränden in Asien.

Life is pretty good right now ????????☀

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Sie waren auch Tauchen.
Alles aus einer anderen Perspektive zu sehen war megacool. Ich konnte total abschalten dabei, das war eine ganz andere Welt.

Welche Dinge würdest du mit auf die berühmte einsame Insel nehmen?
Gute Freunde. Und vielleicht eine kleine Strandbar. Ginge das?

Girls time in Mallorca ❤️ @anaivanovic @soranacirstea #friends #besttime

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Nach deinem Sieg bei den US Open in deiner Lieblingsstadt New York hast du Urlaub in Polen bei Oma und Opa gemacht …
Ich habe mich richtig darauf gefreut auszuschlafen, gut zu essen, mich mit Freunden und Familie zu treffen, das Leben ganz normal zu genießen.