Mithilfe der Karte der Sicherheits-Experten International SOS könnt ihr nachsehen, welches Reiseziel als besonders sicher bewertet wurde. Demnach wird Europa als absolut ungefährlich ein gestuft. Norwegen, Schweden, Finnland, Island, Dänemark und die Schweiz sowie Slowenien gehören zu den Top-Destinationen.

Für den Nahen Osten und Afrika sind die Reiseempfehlungen eher zurückhaltend. Vor allem Syrien, Afghanistan, Jemen, Libyen, Darfur, Somalia, Südsudan sowie Timbuktu und Kidal in Mali solltest du als Reiseziel besser ausschließen. 

Hauptkriterien für die Bewertung der Gefahr in einem Landes waren die Kontrolle seiner Regierung und die Bedrohung aufgrund von Diebstahl, Entführung, Tötungsdelikte und Terroranschläge für Reisende. Die Länder und die regionalen Reisesicherheitsrisiken wurden in die Kategorien „Extrem“ (dunkelrot), „Hoch“ (rot), „Mittel“ (orange), „Niedrig“ (gelb) und „Unbedeutend“ (grün) sowie „Variable Risiken“ (braun) unterteilt. 

Die Karte zeigt die sichersten und gefährlichsten Reiseziele für 2017.
Die Karte zeigt die sichersten und gefährlichsten Reiseziele für 2017. Foto: Travelriskmap

Extrem: Recht und Ordnung bestehen minimal bis überhaupt nicht. Die Regierung ist kaum handlungsfähig. Vor allem von bewaffneten Gruppen geht für Reisende eine Gefahr aus. Außerdem besteht in diesen Ländern ein hohes Risiko für schwere Infektionskrankheiten wie Dengue, Malaria, Typhus und Cholera. Gleichzeitg ist die medizinische Versorgung überhaupt nicht gesichert. Noch nicht mal eine Grundversorgung kann garantiert werden.

Hoch: Oftmals kommt es in diesen Ländern zu Protesten. Unter anderem richten sie sich direkt gegen Urlauber. Zudem ist die Rate der Gewaltverbrechen und die Gefahr für terroristische Anschläge hoch. Eine medizinische Notversorgung ist vorhanden. Die fachliche medizinische Betreuung ist begrenzt. Vor allem Infektionskrankheiten wie Typhus, Cholera, Denguefieber und Malaria sind eine Bedrohung. 

Mittel: Von Zeit zu Zeit kommt es zu politischen Unruhen bis hin zu terroristischen Anschlägen. Sicherheitsdienste sind nicht überall gleich gut aufgestellt. Die medizinische Versorgung ist weitestgehend gesichert. Malaria und Dengue-Fieber können sich ausbreiten.  

Niedrig: Die Kriminalitätsrate in diesen Ländern ist niedrig. Politische Gewalt oder gesellschaftliche Unruhen sind ungewöhnlich. Terroristische Anschläge sind selten und haben auch kaum eine Chance. Eine gute Infrastruktur ist vorhanden. Es gibt einen angemessenen Standard in der medizinischen Versorgung. Fachkräfte prägen das Gesundheitssystem. Das Risiko einer Infektionskrankheit ist sehr gering. 

Unbedeutend: Es gibt kaum Gewaltverbrechen und Unruhen. Die Länder verfügen über eine sehr gute Infrastruktur. Der Standard der medizinischen Grundversorgung und Pflege ist sehr hoch. Es gibt viele Fachkräfte. Das Risiko einer Infektionskrankheit ist sehr gering. 

Variable Risiken: Es gibt starke regionale Unterschiede hinsichtlich der medizinischen Risikobewertung und Versorgung. In den größeren Städten ist die Infrastruktur gut. In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung nicht absolut gesichert. Infektionskrankheiten können in einigen Regionen eine Bedrohung darstellen. 

Die Daten wurden zusammen mit dem britischen Meinungsforschungsinstitut Ipsos Mori zusammengestellt und veröffentlicht. Demnach glauben 72 Prozent der Befragten, dass Terrorismus und das Zika-Virus die Gefahren während eines Urlaubs erhöht haben. Die Angst vor Terrorangriffen ist zwar am höchsten, allerdings entstehen größere Schäden durch Kleinkriminalität und durch Risiken im Verkehr. 

Auch für das Jahr 2018 gibt es wieder eine „Travel Risk Map“: Das sind die sichersten und unsichersten Reiseländer 2018