Mallorca: 12 Tipps für den Winter | reisereporter.de

12 Tipps für den perfekten Winter auf Mallorca

Im Sommer stürmen Millionen Deutsche ihre Lieblingsinsel – Strände, Hotels & Restaurants sind brechend voll. Im Winter lässt sich eine ganz andere Seite Mallorcas entdecken – wunderschöne Landschaften, einmalige Atmosphäre und herrliche Ruhe.

Winter auf der Balearen-Insel Mallorca. Die Strände sind fast menschenleer
Winter auf der Balearen-Insel Mallorca. Die Strände sind fast menschenleer und es herrscht himmlische Ruhe.

Foto: imago/MiS

1. Ein Traum für Radfahrer

Im Winter bietet Mallorca Radfahrern perfekte Bedingungen. Wer dem deutschen Schneematsch davonfliegt, kann zwischen Oktober und April herrliche Radtouren durch die Berge machen. Hier fährst du jetzt stundenlang ohne störende Mietwagen und Touristenbusse durch die großartige Landschaft – das Mittelmeer immer in Sichtweite.

Für Einsteiger ist eine Tour durch das Hinterland von Cala Millor optimal. Wenn du in Arta mit seinen beeindruckenden historischen Gebäuden startest und dann durch Son Severa und Sa Coma radelst, findest du hervorragend in Schuss gehaltene Straßen, ein grandioses Panorama und jede Menge Möglichkeiten einzukehren und dir Mallorcas Köstlichkeiten schmecken zu lassen.

2. Das Spektakel der Mandelblüte

Mitte Januar öffnen die rund sieben Millionen Mandelbäume auf der Insel ihre weißen oder rosafarbenen Blüten und sorgen damit für ein einzigartiges Naturschauspiel.  Besonders sehenswert ist die Mandelblüte zwischen Palma und Andratx. Spektakulär ist die Fahrt mit der historischen Eisenbahn von Palma in das malerisch gelegene Jugendstil-Städtchen Sóller – die Strecke führt buchstäblich durch blühende Landschaften. Der Legende nach pflanzte die Mandelbäume einst ein maurischer Herrscher, dessen aus Skandinavien stammende Königin im Winter den Schnee vermisste. Magische Momente während Mallorcas Mandelblüte sind auch heute noch garantiert. 

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3. Palmas Altstadt ohne Touristenmassen

Im Sommer schieben sich die Touristen durch die engen Gassen, jetzt aber hat die Hauptstadt die Ruhe weg. Das macht sich überall bemerkbar, vor allem beim Bummeln und Shoppen in der malerischen Altstadt. Die winterliche Mittelmeer-Sonne taucht Palma jetzt in ein ganz besonderes Licht, die engen, kopfsteingepflasterten Gässchen strahlen im Winter eine fast mittelalterliche Ruhe aus. In den Szene-Cafés von Santa Catalina bekommst du problemlos einen Platz. Gefragte Restaurants, in denen du in der Saison Tage vorher einen Tisch reservieren musst, sind halb leer. Und selbst Palmas Kellner, deren Laune während der Sommerhektik manchmal berüchtigt ist, wirken entspannt und freundlich. 

 
 

4. Durch die Traumlandschaft wandern

Im Hochsommer ist es im Landesinneren oft so heiß, dass wandern nicht wirklich ein Vergnügen ist. In den kühleren Monaten dagegen bietet Mallorcas Klima perfekte Bedingungen zu abenteuerlichen Ausflügen mit großartigen Aussichten. Entlang an alten Mauern führt etwa der Wanderweg GR 221 durch das Tramutana-Gebirge. Entlang des Weges gibt es Hütten, ähnlich den Berghütten in den Alpen.

Hier gibt es einfache und preiswerte Unterkünfte mit Doppelstockbetten oder privaten Zimmern und abends werden immer warme Speisen und Wein gereicht. Wer etwas mehr Luxus haben möchte, kann auch in einer der vielen gemütlichen Berg-Pensionen oder in den trendigen Boutique-Hotels schlafen, die den ganzen Winter über geöffnet haben. Besonders schön sind die Wanderrouten von Valldemossa zum malerischen Dorf Deia oder die Strecken rund um Sóller durch das „Tal des Goldes“. 

 

5. Finca mit knisterndem Kamin

Was gibt es gemütlicheres als ein altes mallorquinisches Landhaus mit knisterndem Kamin, einem guten spanischen Rotwein und Blick aufs Meer? Auf keiner anderen Ferieninsel ist die Auswahl an Ferienhäusern, Villen und Fincas so groß und vielfältig wie auf Mallorca.

Und: In den kühlen Monaten kosten auch luxuriöse Objekte nur einen Bruchteil des Hochsaison-Preises. Viele Häuser sind voll wintertauglich, haben Fußbodenheizung, Whirlpool oder sogar eine Sauna. Perfekt für alle, die absolute Ruhe und Entspannung in der Natur schätzen.

6. Einsame Strände genießen

Nur 25 Prozent aller Flüge des gesamten Jahres starten und landen zwischen Oktober und Mai auf Palmas Flughafen. Und das bedeutet: An den Stränden der Insel, an denen sonst die Liegen und Sonnenschirme ausgebucht sind, kannst du wieder die Wellen plätschern hören. Kein Geschrei von Kindern, keine Musik von Strandbars, kein Gegröle vom Partyvolk. Bis Ende November lässt es sich bei Wassertemperaturen nahe 20 Grad noch im Meer baden. Danach gehören die Strände dann allen, die das Rauschen des Meeres lieben und gerne kilometerlang entlang der Brandung über leere Strände spazieren. Kaum eine Menschenseele ist dann zu sehen. So muss Mallorca Mitte des letzten Jahrhunderts gewesen sein, in der Zeit vor dem großen Touristenansturm, als die heutigen Urlaubermeilen noch unberührte Strände waren. 

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7. Mallorcas großartige Küche

Gerade im Winter überzeugt die rustikale mallorquinische Küche mit köstlichen Gerichten. Unbedingt probieren solltest du Ensaïmades (Mallorcas typisches Schmalzgebäck in Schneckenform), Sobrasadas (typisch mallorquinische Streichwürste) und Turrón (eine Süßspeise aus Mandeln und einer Zucker-Ei-Mischung). Auch Coques (pizza-ähnliche Gemüseküchlein), Kaninchen, Spanferkel und viele Rezepte rund um das aromatische Fleisch des Iberico-Schweins finden Touristen auf Speisekarten der wachsenden Zahl von Restaurants, die sich auf regionale Zutaten spezialisiert haben.

Ein Geheimtipp, wenn es so etwas auf Mallorca gibt, ist der 2015 in Palma eröffnete Streetfood Markt „San Juan“. In einem stilvollen alten Gebäude auf dem Gelände des früheren Schlachthofs und heutigen Kulturzentrums S’Escorxador bieten Köche an rund 20 Ständen Köstlichkeiten von Austern über Jamón bis zu Tortillas an. Neben den klassischen spanischen Spezialitäten gibt’s an den Hochtischen dieser coolen Feinschmecker-Location auch hervorragendes Sushi oder Mini-Cheeseburger mit handgemachten Saucen. Und das Beste daran: Touristen finden nur selten den Weg hierher, die Preise sind entsprechend moderat.

San Juan | Career de l'Emperadriu Eugènia | ganzjährig täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr, am Wochenende bis 2 Uhr 

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8. Abtauchen im Palma Aquarium

Wenn es doch einmal regnet (was Ende Januar, Anfang Februar öfter passieren kann), lohnt sich ein Ausflug ins Palma Aquarium. In der 2007 eröffneten Anlage wurden die maritimen Lebensräume der verschiedenen Ozeane möglichst originalgetreu nachgebildet. In 55 Aquarien können Besucher 8.000 Tiere und rund 700 unterschiedliche Arten bestaunen.

Toll für Kinder, die sich etwas trauen: Im Rochenbecken gibt es die Möglichkeit, mit einer Sauerstoffflasche unter Anleitung eines Tauchlehrers in das Becken mit den eleganten Knorpelfischen hinab zu tauchen und sie aus allernächster Nähe zu studieren. Eindrucksvoll ist auch das Deep Blue Aquarium – das tiefste Haibecken Europas. Auf bequemen Kissen vor den großen Panoramascheiben können Besucher bequem Haie, Rochen und Zackenbarsche beobachten und jeden Tag live die Fütterung der eindrucksvollen Raubfische durch einen Taucher erleben. 

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9. Erstklassigen Wein entdecken

Weinbau spielt auf Mallorca eine zunehmend wichtige Rolle und inzwischen kann die Insel mit hochklassigen, international gefragten Weinen aufwarten. Binissalem und Santa Maria sind die beiden Hauptregionen für Mallorcas Weinbau. Entlang der Straße von Binissalem können Besucher in zahlreichen Bodegas einkehren und dort lokale Weine verkosten und kaufen. Rund um das Thema Wein werden mittlerweile auf vielen der etwa 60 Weingüter der Insel auch Führungen und Kurse angeboten.

Der größte Produzent ist José Ferrer im Zentrum der Insel mit einer modernen Großproduktion – seine Weine sind in allen Supermärkten zu finden. Neben den Hauptanbaugebieten gibt es allerdings noch etliche Winzer, die auf kleineren Gütern eine überraschende Vielfalt an Weinsorten anbauen. Die unterschiedlichen Böden bringen dabei jeweils ganz eigene Geschmacksrichtungen hervor. Insgesamt gibt es über 300 Weine auf Mallorca. Hier kommen sowohl echte Weinkenner auf ihre Kosten wie auch Besucher, die einfach nur einen guten Schluck in einer stilvollen Bodega zusammen mit einer Portion Tapas genießen wollen.  

 

10. Böller statt Ballermann – die besten Volksfeste

Offenbar feiern die Mallorquiner am liebsten, wenn sie weitgehend unter sich sind: in der Nebensaison. Ein Highlight ist das zehntägige Festival, das jedes Jahr rund um die Namenstage der beiden lokalen Schutzheiligen San Antonio am 17. Januar und San Sebastián am 20. Januar mit Böllern und jeder Menge Feuerwerk stattfindet. Am 19. Januar, dem Vorabend des Feiertags von San Sebastián, verwandelt sich Palma in ein riesiges Barbecue: Auf der Plaza de la Lonja und ringsum den Platz stellt die Stadt Holzkohlegrills auf und jeder grillt dort sein mitgebrachtes Fleisch. Am 3. Februar wird in Campos die „Romeria de San Blas“ mit Feuerwerken und Volkstänzen zelebriert. Am 12. Februar feiert der malerische Ort Petra die Mandelblüte – und gleichzeitig sind auf ganz Mallorca die Narren los.

In vielen Orten gibt dann es Umzüge, „Sa Rua“ genannt für Kinder die „Sa Rueta“. Am 1. März feiern die Mallorquiner den „Día de las Islas Baleares“, den Unabhängigkeitstag. Der Nationalfeiertag ist auf Mallorca ein offizieller Feiertag und die Geschäfte bleiben geschlossen. Stattdessen laden verschiedene Volksfeste zum Einkaufen ein, besonders beliebt sind die Shoppingmeile in Palma, entlang des Paseo Sagrera und der Mittelaltermarkt auf der Plaza Drassana. 

11. Golfen, wenn es in Deutschland schneit

Wer im Winter sein Handicap verbessern möchte, ist auf Mallorca genau richtig: Die Insel bietet nicht nur angenehme Temperaturen, sondern mehr als 20 Plätze, die in den kühleren Monaten besonders satt grün leuchten. Die Nordwinde werden von den Bergen des Tramutana abgeschirmt, so dass meist ideale Bedingungen herrschen. Zwischen November und Februar sind die Plätze nicht mehr überfüllt, vor allem Golf-Anfänger können jetzt in Ruhe spielen und üben. In der Regel kann man sich die Abschlagszeit aussuchen, häufig gibt es reduzierte Preise und viele Clubs bieten spezielle Promotion-Angebote an.

Wer im Winter auf der Insel golft, sollte wenigstens einmal auf einem der beiden besten Plätze Mallorcas gespielt haben, die zu den „Leading Golf Courses“ in Europa gehören. Das sind Alcanada und Son Gual. Alcanada im Norden ist zweifellos der Platz mit dem schönsten Blick auf das Mittelmeer und hervorragendem Essen und Service im Clubhaus. Son Gual mit seinen vielen Bunkern und Seen ist der anspruchsvollste Kurs und bietet die besten Fairways auf Mallorca. 

 

12. Whale Watching

Die sogenannte Ziegeninsel Cabrera ist eins von zwölf Inselchen, die rund zehn Kilometer vor Mallorcas Küste liegen. Auf Cabrera leben viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Fischadler, seltene Möwenarten und sogar Kleinwale und Delfine sind hier immer wieder zu beobachten. Die ehemalige Gefangeneninsel ist seit 1991 der einzige Nationalpark der Balearen. Am einfachsten ist die Insel mit einer der angebotenen Bootstouren zu erreichen. 

 

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